Heizen mit Sonnenenergie ist im Trend. Diese Familie setzt bereits auf Solarwärme. (Foto: epr/BSW-Solar).
Immer mehr Menschen setzen auf solare Heizkonzepte. Allein im ersten Halbjahr 2012 entschieden sich rund 50.000 Haushalte für eine klimafreundliche Solarheizung. Bereits über 1,7 Millionen Gebäude in Deutschland nutzen inzwischen Solarwärme als aktiven Beitrag zur Heizung oder Warmwasserbereitung. Öl und Gas werden immer teurer und dürften die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen weiter befeuern.
Der Bundesverband Solarwirtschaft rät, die letzten warmen Tage des Jahres für die Heizungsmodernisierung zu nutzen – in vielen Haushalten besteht zum Teil akuter Handlungsbedarf. Über 80 Prozent der Heizungsanlagen in deutschen Kellern entsprechen nicht mehr heutigen Energiestandards. „Umweltfreundlich und langfristig günstig heizt man mit Solarwärme“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Wer Solarkollektoren mit einer Pelletheizung oder mit effizienter Brennwerttechnik kombiniert, spart doppelt: Der Energiebedarf wird um bis zu 50 Prozent reduziert und die Anschaffung staatlich unterstützt. Der Staat gewährt seit August mit bis zu 2.000 Euro höhere Zuschüsse für Investitionen in Solaranlagen zur Heizungsunterstützung. Mit Solarwärme können Eigenheimbesitzer nichts falsch machen, da sich die Technologie für den Neubau anbietet, aber auch im Gebäudebestand leicht nachzurüsten ist. Solarwärme lässt sich mit anderen Heiztechnologien wie Pellets oder Gasbrennwertkesseln kombinieren. Alle anderen Heizoptionen bleiben den Hausbesitzern damit erhalten. Bei einer Solarwärmeanlage fangen Solarkollektoren auf dem Dach oder an der Gebäudefassade die Sonnenstrahlen auf und wandeln sie in Wärme um. Das aufgeheizte Wasser wird in einem Speicher für kühlere Zeiten aufbewahrt. Kollektorfläche und Speichergröße hängen vom Einsatzzweck ab. Bei Einfamilienhäusern in Deutschland sind für die Heizungsunterstützung Anlagen mit einer Kollektorfläche von acht bis 15 Quadratmeter und Pufferspeichergrößen von 750 bis 8.000 Litern sinnvoll. Weitere Informationen unter www.solartechnikberater.de.
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