Mittwoch , 25. November 2020
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Sommerhitze draußen halten: Klimaanlage nachrüsten

Der Sommer ist da und damit viele heiße Tage – und vor allem unangenehm warme Nächte. Dies ist der Grund, weshalb viele Haus- und Wohnungsbesitzer mit dem Gedanken spielen, die Nachrüstung einer Klimaanlage in ihren vier Wänden vorzunehmen.

Die Klimatechnik wird ebenfalls oft bedacht, wenn ein Altbau saniert wird. Die Vorfreude auf angenehme, stetige Temperaturen wird allerdings häufig von der Sorge getrübt, dass die Stromrechnung durch die Klimaanlage in die Höhe getrieben wird und die Kosten dadurch nur schwer absehbar sind.

Der folgende Beitrag zeigt, worauf bei der Anschaffung eines hochwertigen Klima‑Splitgerätes oder einer kleinen, mobilen Klimaanlage geachtet werden muss. Um die besten Klimaanlagen Standgeräte zu finden, lohnt sich auch ein Blick in einen umfangreichen Test der verschiedenen Geräte.

Günstige Preise und große Mobilität: Monoblock Klimaanlagen

Bildquelle: Laurentiu [email protected]

Bei einer Monoblock Klimaanlage handelt es sich um eine kleine und tragbare Klimaanlage, die einem mobilen Standgerät entspricht, welches ganz unkompliziert an jeglicher Stelle eingesetzt werden kann. Diejenigen, die eine Klimaanlage für ihre Wohnung besonders einfach und schnell nachrüsten möchten, sind mit dieser Lösung bestens beratend. Extremer Hitze kann mit einem solchen Gerät effektiv vorgebeugt werden.

Ausgestattet sind die kompakten und mobilen Klimaanlagen mit einem Abluftschlauch. Dieser erlaubt, dass die Luft, die sich im Inneren der Wohnung befindet, abgekühlt und die aufgenommene warme Luft durch den Schlauch nach draußen befördert wird. In diesem Zusammenhang ist allerdings auch der größte Nachteil dieser Geräte zu nennen.

Es ist nötig, dass der Schlauch durch eine Öffnung ins Freie gelegt wird. In der Regel entspricht diese Öffnung einer halb geöffneten Tür oder einem Fenster, welches auf Kipp steht. Für die Klimaanlage in der Wohnung gelten allerdings die gleichen Gesetze, wie für die herkömmliche Klimaanlage im Auto: Der Konditionierungseffekt wird dadurch gemindert, dass Fenster geöffnet sind – und zur gleichen Zeit wird dadurch auch der Verbrauch erhöht.

Dadurch, dass die Abluft ausgeleitet wird, wird ein Unterdruck erzeugt. Durch diesen wiederum wird die warme Luft, die sich draußen befindet, in das Innere der Wohnung gesaugt. Das Klischee, dass es sich bei Klimaanlagen um wahre Stromfresser handelt, wird durch diese, sehr simpel konstruierte, Geräte daher leider weitestgehend erfüllt.

Wenigstens ein wenig ausgeglichen werden kann dieses Problem, wenn eine Klimaanlage, die über zwei Schläuche verfügt, gewählt wird. Auch durch diese wird die Luft angesaugt, allerdings wird dabei kein Unterdruck erzeugt. In Kauf genommen werden müssen die Verluste hinsichtlich des passiven Luftaustausches dennoch auch hier. Eine weitere Kompensation ist möglich, wenn die Verbraucher die Öffnung für den Schlau so gut wie möglich abdichten und dämmen.

Die Wohnung sparsam kühlen dank Split-Klimageräten

Genau dort, wo die Schwachstellen und Nachteile der Konstruktion der Monoblockgeräte liegen, setzt das Klima Splitgerät an. Die Klima Splitgeräte eignen sich ideal, um die Temperatur zuhause in einem bestimmten Raum zu regulieren.

Bei diesen Geräten befindet sich lediglich der Kühlteil innerhalb der Wohnung. Durch das Kältemittel wird die Wärme direkt an dem Verdampfer aufgenommen, wodurch die Temperatur der Umgebung reduziert wird. Die Kompressoreneinheit befindet sich im Außenbereich, die durch Leitungen angeschlossen ist. In der Kompressoreneinheit findet die Komprimierung des gasförmigen Kühlmittels statt, wodurch die gespeicherte Wärme an die Außenluft wieder abgegeben wird.

Dadurch ergibt sich zum einen der Vorteil, dass die Klimaanlage wesentlich effizienter und sparsamer läuft, zum anderen wird durch den Kompressor, der im Außenbereich angebracht ist, im Wohnraum kein störender Lärm erzeugt.

Erst kommt die Planung, dann der Kauf

Das Wichtigste, um eine energieeffiziente Kühlung der Wohnung oder des Hauses zu realisieren, ist, wie auch bei Heizungssystemen, eine bedarfsgerechte Planung der Anschaffung. Die Klimaanlage muss in jedem Fall in die gegebene Infrastruktur sinnvoll integriert werden. Nur dann ergibt sich wirklich die geringste Belastung der Umwelt, der günstigste Preis sowie der maximale Nutzen.

Bevor ein teures Klimagerät angeschafft wird, sollten gemeinsam mit einem Fachbetrieb die folgenden Fragen beleuchtet und entsprechend beantwortet werden:

  • Handelt es sich um ein Objekt, welches eine gute Dämmung aufweist?
  • In welchen Räumen soll das Klimagerät für Abkühlung sorgen?
  • Wie gestaltet sich der mittelfristige Bedarf an einer aktiven Kühlung der Räumlichkeiten?
  • Bestehen eventuelle Hindernisse für das Anbringen eines Split Klimagerätes, das über keinen Schlauch verfügt?
  • Wurden alle sparsamen und natürlichen Alternativen ausgeschöpft, um große und belastende Hitze in den Wohnräumen zu vermeiden?

Der Einbau der Klimaanlage – Wer ist der richtige Ansprechpartner?

Die Installation einer neuen Klimaanlage sollte in jedem Fall nur durch einen qualifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden. Viele der verwendeten Kältemittel sind nicht umweltverträglich und die Kälteanlagen in der Regel überaus empfindlich. Die Kältemittel dürfen nicht unkontrolliert austreten, falls es zu einer Beschädigung kommt. Dies ist auch der Grund, weshalb das Nachfüllen der Klimaanlage mit dem jeweiligen Kältemittel ausschließlich durch Nutzer vorgenommen werden sollte, die über eine ausreichende Qualifikation dazu verfügen.

Wenn generell eine hohe Zufriedenheit mit dem Handwerksbetrieb besteht, welcher auch den Einbau der Klimaanlage vorgenommen hat, so ist dieser auch der richtige Ansprechpartner für die nötige Wartung der Klimaanlage. So ist es zu jeder Zeit gewährleistet, dass die Klimageräte sicher, sparsam, keimfrei und sauber ihrer Funktion nachgehen können.

Nachrüsten der Klimaanlage – Die Kosten für Betrieb und Kauf

Am günstigsten sind die Preise für die simplen Monoblockklimageräte. Die Kosten dafür liegen in der Regel bei wenigen Hundert Euro. Allerdings sind diese Geräte wirklich nur dann zu empfehlen, wenn diese nur gelegentlich eingesetzt werden. Denn das Geld, was bei der Anschaffung unter Umständen eingespart wird, wird durch die sehr hohen Energiekosten schnell kompensiert.

Die effizienteren Klimageräte, die mit zwei Schläuchen ausgestattet sind, sind ab Preisen von circa 800 Euro erhältlich. Wird für die Anschaffung ein wenig mehr investiert und dazu noch rund 250 Euro für die Installation der Anlage einberechnet, ist auch die Nachrüstung durch eine effiziente Split-Klimaanlage möglich.

Diejenigen, die über die Anschaffung einer Klimaanlage nachdenken, dürfen sich nicht nur auf den Anschaffungspreis der Anlage fokussieren. Die Betriebskosten der Klimageräte werden häufig unterschätzt, da davon ausgegangen wird, dass diese über das Jahr sowieso nur selten genutzt werden.

Hier ist allerdings der Vergleich mit einem Kühlschrank sinnvoll: Dieser läuft das komplette Jahr, 24 Stunden, jeden Tag. Wenn die Monoblock Klimaanlage unregelmäßig über nur drei Monate im Jahr genutzt wird, kann diese trotzdem das doppelte an Betriebskosten hervorrufen. Daher sollte in jedem Fall auf sparsame Technik und eine optimale Energieeffizienz gesetzt werden.