Sonntag , 15. September 2019
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Sommer, Sonne, trockene Pflanzen – Wie man Pflanzen richtig bewässert

Tipps für eine gesunde und effiziente Bewässerung Ihrer Pflanzen ohne Hitzeschaden

  1. Gleichmäßig feucht halten.
    Jede Pflanze hat einen anderen Anspruch an Wasserbedarf, wobei doch die meisten Pflanzen eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe lieben. Am besten gießt man die Pflanzen so, dass alle Wurzeln ausreichend Wasser bekommen. Die Erde sollt durchnässt sein aber keine Staunässe entstehen. Es reicht nicht aus, dass nur die Erdoberfläche feucht wird. Lavendel und auch mediterrane Kräuter wie beispielsweise Thymian, Salbei, Rosmarin und Oregano kommen gut mit Trockenheit zurecht im Gegensatz zum Basilikum. Auch Gräser und Sukkulenten kommen auch mal ohne Wasser aus. Genauso wie Ginster, Sommerflieder, Liguster, Ahorn, Schlehe und Hasel. Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Melonen brauchen viel Wasser.
  2. Tageszeit bei der Bewässerung beachten
    Am besten gießen Sie Ihre Pflanzen in den frühen Morgenstunden. So haben die Pflanzen genug Zeit sich auf einen heißen Tag vorzubereiten, Kraft und Wasser für den anstehenden Tag. Das gießen am Abend begünstigt die schnellere Verdunstung weil die Pflanze beziehungsweise die Erde sich tagsüber stark erhitzt hat. An extrem heißen Sommertagen gießt man seine wasserliebenden Pflanzen am besten zwei mal am Tag, aber nicht zu viel. Unbedingt Staunässe vermeiden.
  3. Von unten Gießen – Blätter sollten vorwiegend trocken bleiben
    Zu nasse Blätter beispielsweise an Tomaten, Kartoffeln und Gurken können Pilzkrankheiten auslösen. Besonders wenn sie über Nacht zu feucht sind und nicht richtig abtrocknen. Gießt man seine Pflanzen bei Sonnenschein, verursachen die Wassertropfen, ähnlich wie bei einem Brennglas, Brandflecken auf den Pflanzen. Also lieber von unten gießen, auch wenn Pflanzen auch über die Blätter Feuchtigkeit aufnehmen. An bedeckten Tagen, wenn es warm ist, die Sonne aber nicht so knallt, die Blätter ausreichend abtrocknen können schadet den Pflanzen eine kleine Dusche bestimmt nicht. Einen nächtlichen Regenguss kann man ja auch nicht vermeiden.
  4. Das Gartenbeet lieber durchdringend wässern
    Für das Gartenbeet ist eine durchdrängende Wässerungen besser als viele kleine Wassereinheiten. Bei einer durchdringenden Bewässerung dringt das Wasser auch in tiefergelegende Erdschichten zu allen Wurzeln vor. Je nach Wetter reicht es schon, den Garten nur 2-3 Mal in der Woche gießen zu müssen. Bei Kübel- und Balkonflanzen reicht das aber nicht aus.
  5. Tropfbewässerung
    Um sich das Gießen etwas zu erleichtern gibt es die unterirdische- und oberirdische Tropfbewässerung. Die unterirdische eignet sich besonders für Stauden wie Hecken oder holzige und grasige Sträucher, sowie für Rasenflächen, also für Pflanzen die nicht wechseln und Dauerhaft an Ort und Stelle im Garten verbleiben. Eine oberirdische Bewässerung eignet sich zum Beispiel für Gemüsebeete, Topf- oder Balkonbepflanzungen. Für die oberirdische Bewässerungen gibt es viele verschiedene und günstige Do it Yourself Systeme zum Nachbauen im internet.
  6. Staunässe nimmt Wurzeln den Sauerstoff
    Eine ausreichende Bewässerung der Pflanzen ist Voraussetzung für eine schöne Blütenpracht oder pralles Obst und Gemüse. Bildet sich beim Gießen Staunässe ertrinken die Pflanzen förmlich. Die Staunässe im Boden nimmt den Wurzeln buchstäblich die Luft zum Atmen, Sauerstoff wird entzogen, Wurzeln fangen an zu faulen und sterben ab. Haben Sie “schlappe Pflanzen” kann es auch an zu viel Gießwasser liegen. Also immer für einen ausreichenden Wasserdurchlass sorgen.
  7. Kalkhaltiges Wasser vermeiden
    Regenwasser eignet sich zur Bewässerung der Pflanzen viel besser als Leitungswasser. Leitungswasser ist meist kalkhaltiger und enthält zudem auch noch Chlor. Steht einem kein Regenwasser zur Verfügung, nutzen sie abgestandenes Wasser vom Vortag. Pflanzen bevorzugen weiches Wasser und am liebsten nicht eiskalt aus der Leitung. Umgebungstemperatur ist empfehlenswert. Kalkhaltiges Leitungswasser kann mit etwas destilliertem Wasser vermischt werden um den Kalkgehalt im Wasser zu senken. Sammeln Sie dafür eventuell, wenn möglich, das Wasser aus Ihrem Kondenstrockener.
  8. Mulchen hält den Boden feucht
    Unter einer Schicht aus Pflanzenabfällen wie Holzhäcksel, abgetrocknetem Rasenschnitt oder Grobkompost trocknet der Boden viel langsamer aus. Natürlich eignet sich auch Rindenmulch aus dem Gartencenter, zum Abdecken der Beete. Bevor Sie jedoch die Beete mit Mulch abdecken, sollten Sie den Boden mit Hornspäne oder Hornmehl düngen. Warum? Holzhäcksel und Stroh enthalten wenig Stickstoff. Beim Abbau beziehungsweise beim Verrotten wird der wenige Stickstoff durch im Boden lebende Mikroorganismen verbraucht. Dieses fehlt dann den Pflanzen. Alternativ gibt es unverrottbares Mulchvlies. Dieses bietet zudem noch den Vorteil das selbst hartnäckiges Unkraut keine Chance hat durchzudringen.

    Eine richtige Garten Bewässerung ist gar nicht so schwer
    Foto: Bildarchiv ARKM

Text: Alexandra Rüsche

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de

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