Donnerstag , 17. September 2020
Newsticker

Ein Hochbeet zum zusammenstecken – Wie stabil ist das?

Die Frage habe ich mir gestellt als mir eine Pressemitteilung von der Firma Dura-Garden ins Redaktionspostfach zugestellt worden ist. Dura-Garden wirbt in dieser für das “FLEXIBEET”, ein Hochbeet aus hochwertigem Kunststoff. Mit einem Werkzeugfreien Auf- und Abbau in nur wenigen Minuten. OK, habe ich mir gedacht. Klingt gut, aber nachdem der Zusammenbau eines Thermo Komposters (Stecksystem aus Kunststoff) kläglich gescheitert ist, habe ich mich zunächst einmal gegen die Veröffentlichung der Pressemitteilung entschieden. Ich habe mich aber eines besseren belehren lassen. Das konnte die Firma Dura-Garden nicht auf sich sitzen lassen und hat mir kurzerhand ein Hochbeet zum Testen zur Verfügung gestellt. Ich habe eine Variante des FLEXIBEETS mit 2 Seitenteilen und 6 Aufbauteilen sowie einer Wanne. Die Arbeitshöhe beträgt 0,77 m. Was soll ich sagen… Nach anfänglichen Schwierigkeiten steht es nach rund 8 Wochen immer noch. (Der Thermokomposter von damals brach schon nach wenigen Tagen wieder auseinander, da war er noch nicht einmal großartig befüllt.) Umso mehr freut es mich jetzt, dass Kohlrabi, Blumenkohl und Brokkoli im Hochbeet wächst und gedeiht.

Der Aufbau des FLEXIBEETS

Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich zunächst ein wenig Schwierigkeiten beim Aufbau. Allerdings ging es tatsächlich ohne Werkzeug. Also einfach auspacken und loslegen. Die Aufbauanleitung versteht sich eigentlich von selbst. Ruck Zuck stand das neue Hochbeet aus Kunststoff. Aber als es an das Befüllen ging, kamen die Schwierigkeiten. Da das Hochbeet auf einer geeigneten Platte aufgestellt wurde, erübrigte sich für mich der Unterbau mit einem engmaschigen Drahtgeflecht zum Schutz vor Wühlmäusen. Mir machen zur Zeit eher die Rehe Probleme, die sich natürlich bequem am Brokkoli und Blumenkohl satt fressen. Aber das ist ein anderes Thema. Das Befüllen ging nach herkömmlicher Art und Weise.

  1. grobe Äste und Zweige einfüllen und ein wenig eindrücken
  2. umgedrehter Rasensoden (Laub und Rasenschnitt geht ebenso)
  3. halbreifer Kompost oder halbverotteter Mist stand mir leider nicht zur Verfügung. Also kam bei mir Rindenmulch in das Hochbeet
  4. Zum Abschluss dann Gartenerde oder reifer Kompost. Bei mir war es die Gartenerde

Soweit zum Aufbau des Hochbeets und wie es befüllt werden sollte. Die Schwierigkeit lag darin, dass wir wohl die Äste und den Rasensoden ein wenig zu stark gepresst haben. Dabei ging das FLEXIBEET leider ein wenig auseinander und ließ sich nicht wieder “einrenken”. Also musste die bisherige Befüllung wieder rausgenommen werden und der ganze Aufbau hat von vorne begonnen. Im ersten Moment habe ich natürlich wieder gedacht: “Na toll, das hatten wir ja schon. Habe ich mir schon gedacht”. Aber letztendlich hat es ja dann doch funktioniert. Was ich allerdings bis heute nicht verstanden habe und meiner Meinung auch nicht in so ein Hochbeet gehört, ist die dazu gelieferte Wanne. Nach meinem Verständnis hätte man die Wanne anstatt der Hochbeet Befüllung als letztes oben in das Beet eingesetzt. Macht für mich aber absolut keinen Sinn. Denn diese Wanne hat keine Abzugslöcher und erfüllt nicht den Zweck eines Hochbeets. Bequemeres Arbeiten ist es, mit und ohne Wanne, auf jeden Fall. So macht das Gärtnern doppelt so viel Spaß. Die Wanne steht übrigens nun als Regenauffangbecken neben dem Hochbeet. Wer sich den typischen Aufbau eines Hochbeets ersparen möchte, bohrt Abzugslöcher in die Wanne und setzt diese dann auf den Rahmen. Bislang habe ich auch in Speisfässern problemlos und mit Erfolg gegärtnert. Bloß Möhren wollten nicht so wirklich. Die Reste vom Brokkoli habe ich übrigens stehen lassen, an den Blüten haben sich die Bienen erfreut, aus dem Saatgut wird es halt im neuen Jahr noch einmal versucht. Dann aber mit Schutz gegen Rehverbiss.

Kleiner Tipp

Wenn einem allerdings, so wie mir, kein Kompost oder Mist zur Verfügung steht, sollten Sie daran denken nach ca. vier Wochen die jungen Gemüsepflänzchen zu düngen. Ich verwende dafür Hornspäne oder Pferdedungpellets, die man im örtlichen Gartenhandel bekommt. Blaudünger (Blaukorn) kann man selbstverständlich auch verwenden. Denken Sie ebenso daran frisches Saatgut oder direkt gesunde Pflänzchen für das Hochbeet zu nehmen. Bei altem Saatgut kann es passieren, dass es nicht mehr keimt. (Mir leider auch schon passiert)

Alles in Allem macht das Hochbeet “FLEXIBEET” einen sehr guten Eindruck und ist durchaus empfehlenswert. Bei soviel Freude kann man schon mal über eine Erweiterung nachdenken. Dies soll mit dem FLEXIBEET laut Hersteller ganz einfach sein.

Weitere Infos erhalten Sie hier.

Das Hochbeet "FLEXIBEET" ist angekommen und bereit zum Aufbau.
Foto: Sven Oliver Rüsche

Das Hochbeet ist leicht zum Aufbauen

Nun ist das Hochbeet fertig zum Bepflanzen

 

Autor: Alexandra Rüsche

Fotos: Sven Oliver Rüsche

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an [email protected] (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.