Montag , 15. Oktober 2018
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Bodenbeläge aus Bambus – ökologisch, nachhaltig, vielseitig

Wer heute einem Raum, einer Wohnung oder gleich einem ganzen Haus neue Böden spendieren möchte, hat die Qual der Wahl. Jeder Raum kann unter Berücksichtigung der Nutzungsverhältnisse sowie dem persönlichen Geschmack und Anspruch mit unterschiedlichsten Böden ausgestattet werden. Zunehmend im Trend liegt dabei Bambusparkett und das aus unterschiedlichsten Gründen. Was sollte man über Bambus und Bambusparkett im Speziellen wissen und, was sollte man beim Kauf beachten?

Zahlreiche Produkte werden aus Bambus hergestellt

Bambus wird für die Herstellung der unterschiedlichsten Produkte verwendet. Zahlreiche dieser Produkte lassen sich einfach in den Alltag integrieren und helfen somit dazu bei, die Menge an Plastikmüll zu reduzieren. Insbesondere im Bereich Wohnen, Möbel und Dekoration findet Bambus weite Verbreitung aber auch Lifestyle Produkte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit unter Verbrauchern. Bambusparkett ist dabei ein oftmals unterschätzter Bodenbelag mit hervorragenden Eigenschaften.

Rohstoff der Zukunft

Foto: pixabay.com

Nicht umsonst gilt Bambus als ein Rohstoff der Zukunft. Die schnell wachsende Pflanze kann innerhalb von 5 Jahren bis zu 30 Meter hoch werden und wächst somit um ein vielfaches schneller als beispielsweise Holz. Dabei ist Bambus weder Holz noch Baum, genau genommen handelt es sich um ein Süßgras. Bis vor Kurzem wurde Bambus vorwiegend als Holzergänzungs- oder Holzersatzstoff verwendet, mehr und mehr rücken auch die Fasern des Bambus in den Fokus der Industrie und ermöglichen es neue Materialien zu schaffen.

Genau genommen ist Bambus kein neuer Rohstoff. In China beispielsweise werden heute noch Baugerüste aus Bambus verwendet, für den Haus- / Hüttenbau wurde Bambus in vielen Teilen der Welt, heute teilweise immer noch genutzt. Die stabilen und zeitgleich flexiblen Materialeigenschaften machen Bambus hier zu einem optimalen Werkstoff. Neu sind hingegen die Möglichkeiten, Bambus in Verbund mit anderen Materialien zu extrem robusten Nutzmaterialien zu verarbeiten. Unter anderem eben Bambusparkett. Bambusparkett ist eine ökologische Alternative zu Parkett oder Laminatböden, dabei kann es entweder schwimmend oder einfach wie Klick-Laminat verlegt werden.

Die Vorteile von Bambusparkett

Gegenüber anderen Bodenbelägen verfügt Bambusparkett über einige Vorteile. Dank der Materialeigenschaften eignet sich Bambus optimal als Parkettboden. Neben der Nachhaltigkeit des Produkts sprechen vor allem die Härte und Strapazierfähigkeit des Materials sowie die einzigartige Optik für die Verwendung als Bodenbelag.

• Nachhaltigkeit
Das schnelle Wachstum und die schnelle Verfügbarkeit des Bambus machen ihn zu einem besonders nachhaltigen Rohstoff. In Zeiten von schwindenden Wäldern und immer größer werdenden Plastikmüll Bergen ist es besonders wichtig, alternative Rohstoffe zu nutzen, wo es sich anbietet.

• Stabilität
Die besondere Stabilität von Bambusparkett ist ein entscheidender Pluspunkt gegenüber anderen Parkettböden. Bambus ist dabei wesentlich härter und strapazierfähiger als zum Beispiel Eiche. Im Gegensatz zu anderen Parketthölzern verträgt Bambusparkett Feuchtigkeit zudem wesentlich besser und ist somit weniger pflegeintensiv und robuster.

• Optik
Bei der Optik des Bambusparketts kann auf eine Vielzahl von Farben und Designs zurückgegriffen werden. Die Optik ist dabei einzigartig. Beim Herstellungsprozess werden die einzelnen verholzten Halme in Lamellen aufgespalten und unter extrem hohem Druck verleimt. Durch diesen Prozess entsteht eine Oberfläche, die einen ganz besonderen optischen Eindruck vermittelt.

• Hypoallergene Eigenschaften
Insbesondere Allergiker können von der Verwendung von Bambusparkett profitieren. Der Verzicht auf Teppichböden minimiert den anfallenden Hausstaub und verringert somit die Intensität eventuell vorhandener Allergien.

• Leichte Pflege
Bei der Pflege des Bambusparketts sollte man ausschließlich milde Reinigungsmittel verwenden. Das Parkett kann aufgrund seiner Materialeigenschaften durchaus feucht gewischt werden. Wasserpfützen sollte man jedoch vermeiden, um den Boden nicht aufquellen zu lassen. Es empfiehlt sich den Boden in regelmäßigen Abständen mit einer speziellen Lasur, Wachs oder Öl zu pflegen, um dem Boden seine neue Optik zu erhalten.

Worauf achten?

Wer sich für einen Bambusparkettboden entscheidet, der sollte durchaus auf die Qualität des Parketts achten. Da Bambus wie bereits erwähnt sehr fest und widerstandsfähig ist, wählen einige Hersteller die Trägerschicht unter der eigentlichen Nutzschicht zu dünn. Dies spart den Herstellern zwar Kosten, es ist jedoch erwiesen, dass sich bei einer unzureichend dicken Trägerschicht ungewollte Dellen, insbesondere unter schweren Möbeln bilden können. Um dies zu vermeiden, sollte man bei der Qualität des Bambusparketts nicht sparen. Die Trägerschicht des Bambusparketts sollte daher unbedingt aus MDF oder stärkerem Sperrholz bestehen. Dies sollte man beim Kauf von Bambusparkett unbedingt beachten.

Bambusparkett ist also eine echte Alternative zu klassischem Parkett oder Laminatboden. Die große Designvielfalt bietet passenden Parkettboden für die unterschiedlichsten Geschmäcker. Wer sich ökologisch nachhaltig einrichten möchte und einen Bodenbelag “für die Ewigkeit” sucht, der findet in qualitativ hochwertigem Bambusparkettboden die passende Lösung. Die Produkteigenschaften stehen “echtem Parkett” in nichts nach, übertreffen die Härte in vielen Fällen sogar und der Pflegeaufwand hingegen ist minimal.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de

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