Mittwoch , 28. September 2022
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So pflastert man seine Einfahrt selbst

Manchmal möchte man am eigenen Grundstück Veränderungen vornehmen. Häufig soll zum Beispiel eine Einfahrt zum Parkplatz oder zur Garage gepflastert werden. Mit ein wenig handwerklichem Geschick kann man diese Aufgabe recht kostengünstig und mit nur mittelmäßigem Aufwand selbst erledigen.

Die Planung und die ersten Schichten

Die ersten Schritte für das Pflastern der eigenen Einfahrt sind die Wichtigsten. Hier muss man zunächst einmal planen, wo die Einfahrt hin soll, und es müssen die entsprechenden Pflastersteine ausgewählt werden. Anschließend muss der Unterbau angelegt werden. Dieser sollte stabil und fest sein und dient dazu, später das Gewicht des Fahrzeugs zu tragen, damit die Einfach nicht einsinkt oder absackt.

Anschließend kann damit begonnen werden, das Erdreich auszuheben. Mindestens 50 Zentimeter sollten es hier sein. So ist gewährleistet, dass es genug Platz für die verschiedenen Schichten und am Ende für die Pflastersteine gibt. Die Erdschicht wird dann mit einer Frostschicht verdichtet. Diese sollte aus kantigem Schotter bestehen. Dann folgt eine Tragschicht, die ebenfalls aus Schotter oder aus Drainagebeton bestehen sollte. Das gibt Stabilität und lässt gleichzeitig Wasser durchsickern. Die Frostschicht sollte circa 25 Zentimeter dick sein, die Tragschicht zehn bis 15 Zentimeter. Alle Schichten müssen mit der Rüttelplatte gefestigt werden.

Bevor Sie wahllos Pflastersteine verlegen, sollten Sie einen Plan machen wie Sie richtig vorgehen.
Foto: Jure-AdobeStock_223564405

An der Grenze zur Garage oder zur Hauswand sollte dann Noppenbahnen angebracht werden. Dabei sollten die Noppen zur Wand zeigen. Sie schützt das Gebäude vor Schäden und Feuchtigkeit, etwa durch Wasser, was zu Schimmel und anderen Infektionen und Schäden an der Wand führen kann. Anschließend kann man damit beginnen, die Richtschnur anzulegen. Dieses sollte sich auf der Höhe der Pflastersteine befinden und die entsprechende Lage sollte durch farbiges Klebeband oder eine Markierung festgehalten werden, für den Fall, dass eine Schnur reißt oder verrutscht.

Mit feinem Schotter kann dann die oberste Tragschicht angelegt werden. Diese sollte mehrfach mit der Rüttelplatte verdichtet und nachgeschüttet werden. Bis zu 10 Prozent kann diese Schicht einsinken, sodass man zum Beispiel mit ca. 28 Zentimetern planen muss, um eine 25 Zentimeter dicke Schicht zu erhalten. Ist das erledigt, kann damit begonnen werden, die Randsteine der Einfahrt zu verlegen. Als Alternative kann man auch eine Einfahrt ohne Randsteine bauen.

Zuletzt schließlich wird eine circa fünf Zentimeter dicke Schicht aus Basaltsplit angelegt. Sie bildet das Splittbett, auf dem später die Pflastersteine verlegt werden. Die gleichmäßige Verteilung des Splits stellst du mit einer Abziehlatte sicher. Hier ist es besonders wichtig, gründlich zu arbeiten, da ein schiefes oder unebenes Splittbett zu einer unebenen Einfahrt führt.

Das Pflastern der Einfahrt

Sind die oben genannten Schritte erledigt, ist die Vorarbeitet geleistet. Es kann nun damit begonnen werden, die Einfahrt zu pflastern. Hierfür muss als erstes das Verlegemuster bestimmt werden. Dann kann man damit anfangen, die Pflastersteine zu verlegen. Hierfür sollte man am besten an einer Hauswand oder an der Garage anfangen, um eine gerade Linie als Basis zu bekommen. Auf jeden Fall sollte man vermeiden, schief zu verlegen. Mit jeder neuen Schicht wird der zweite Stein vertauscht, um die Schichten zu verzahnen.

Es ist wichtig, die Pflastersteine parallel zu verlegen, entlang der Schnur und gerade. Kleine Fehler lassen sich beheben, bei größeren wird es schwieriger. Gibt es Rohre oder Hindernisse, dann muss der Pflasterstein geschnitten werden. Das ist auch dann erforderlich, wenn der ganze Stein als Endstück zu lang ist. Hierfür sollte man immer kaputte oder gebrochene Steine nehmen, um Material zu sparen.

Ist die Einfahrt fertig gepflastert, dann ist die Arbeit auch schon erledigt. Die Pflastersteine müssen nun nur noch verfugt werden und dann kann man eventuelle Extras, wie ein stabiles Schiebetor, und so weiter einbauen. Das war es auch schon. Die Einfahrt ist fertig.

Ist für den Bau und das Pflastern einer Einfahrt eine Baugenehmigung erforderlich?

Hierzu gibt es unterschiedliche Regeln. Grundsätzlich ist für das Pflastern einer Einfahrt keine Genehmigung erforderlich. Es sei denn, das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Dennoch sollte man sich immer mit dem Bauamt und dem Katasteramt in Verbindung setzen. So bringt man nämlich nicht nur in Erfahrung, ob eine Genehmigung erforderlich ist, sondern kann sich auch Pläne für Kabel, Rohre und Leitung geben lassen. Diese sind für die Planung wichtig und sollten beim Bau berücksichtigt werden.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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