Heizen mit Sonnenenergie liegt im Trend. Hier wird die nächste Solarwärme-Anlage montiert. (Foto: BSW-Solar/Viessmann).
Solarwärme ist im Trend: Jeder dritte Eigenheimbesitzer (34 Prozent) denkt
aktuell über die Anschaffung einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung oder zur Wassererwärmung nach. Das belegt eine repräsentative Befragung von Hauseigentümern durch das Marktforschungsunternehmen Technomar. „Immer mehr Menschen wollen sich von steigenden Öl- und Gaspreisen unabhängiger machen“, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar).
14 Prozent der Befragten nutzen bereits die kostengünstige Solarwärme. Je mehr Solarwärme genutzt wird, desto größer ist der Einspareffekt. Eine Sonnenheizung zum Beispiel kann in Kombination mit einem modernen Heizkessel die Heizkosten um bis zu 50 Prozent senken. Die Anschaffungskosten einer solchen Anlage liegen bei rund 12.000 Euro inklusive Montage. Der Bundesverband Solarwirtschaft erwartet künftig steigendes Interesse an Solarwärme-Anlagen. „Solarwärme ist gut für die Geldbeutel der Verbraucher und absolut wichtig für das Gelingen der Energiewende“, so Mayer. Privathaushalte wenden 80 Prozent des Energieverbrauchs für Heizung und Warmwasser auf. Der Unterschied zwischen solarer Warmwasser-Erzeugung und dem solaren Heizen besteht vor allem in der Größe der Solarwärme-Kollektoren, die auf dem Dach oder an der Gebäudefassaden die Sonnenstrahlen in Wärme umwandeln, und der Größe des Wärmespeichers:
Bei Einfamilienhäusern reicht für die Erwärmung von Brauchwasser eine Solarwärme-Anlage mit vier bis acht Quadratmetern Kollektorfläche und einem Warmwasserspeicher von 300 bis 500 Litern Kapazität aus. Für die Heizungsunterstützung sind Anlagen ab einer Kollektorflächen von acht bis 15 Quadratmetern und Pufferspeichergrößen von 750 bis 8.000 Litern sinnvoll. Mit Solarwärme können Eigenheimbesitzer nichts falsch machen, da sich die Technologie für den Neubau anbietet, aber auch im Gebäudebestand leicht nachzurüsten ist und sich mit anderen Heiztechnologien wie Pellets oder Gasbrennwert kombinieren lässt. Alle anderen Heizoptionen bleiben den Hausbesitzern damit erhalten. Mehr unter www.solarwirtschaft.de.
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