Montag , 8. August 2022
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Vom Hauskraftwerk bis zur Innenbeleuchtung – Vier Tipps für nachhaltiges Bauen

Die Umwelt schützen und Ressourcen schonen: Unter den Deutschen wächst der Wunsch nach Nachhaltigkeit. Auch, wenn es um den Bau eines Fertighauses geht. Anlässlich der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit, die bundesweit vom 30. März bis zum 5. Juni stattfinden, hat das Hausbauunternehmen OKAL die wichtigsten Tipps zum nachhaltigen Bauen zusammengestellt.

1. Langlebigkeit als Basis: Nachhaltige Baumaterialien

Die Nutzung nachhaltiger und schadstofffreier Materialien bildet die Basis einer umwelt- und ressourcenschonenden Bauweise. So sollten sie vorwiegend aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und umweltschonend entsorgt oder wiederverwendet werden können. Hinzu kommt die Qualität der Baustoffe. Schließlich bestimmt sie die Langlebigkeit und damit die nachhaltige Nutzung eines Fertighauses über Generationen hinweg. Unterstützen die Materialien das Haus in seiner Gesamtheit außerdem dabei, Energie zu sparen, ist das ein weiterer Pluspunkt. Geht es etwa um die Wärmedämmung ist der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert, ein Anhaltspunkt für Bauherren. Er sollte möglichst gering sein. Ein Beispiel: Das ThermOKAL-Passivwandsystem hat dank eines U-Werts von 0,12 W / (m2 K) eine sehr geringe Wärmedurchlässigkeit.

2. Klimaneutrale Energiegewinnung: Das eigene Hauskraftwerk

Eine ökologische Energieversorgung – ohne sie ist nachhaltiges Bauen nicht denkbar. Immer beliebter werden deswegen Solar-Hauskraftwerke, die sich gleich doppelt auszahlen: in einem geringeren Stromverbrauch und weniger Energiekosten. Den eigenen kostenlosen Strom produziert dabei eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Gespeichert im hauseigenen Kraftwerk, können die Bewohner den Strom genau dann abrufen, wenn er benötigt wird. Bauherren profitieren dadurch von einer nahezu autarken Energieversorgung – unabhängig von großen Energieanbietern und steigenden Stromkosten. OKAL-Kunden, die sich für ein solches Kraftwerk entschieden haben, erzeugen im Jahresmittel beispielsweise bis zu 70 Prozent ihres Stroms selbst, an sonnigen Tagen sogar bis zu 100 Prozent. Außerdem von Vorteil sind moderne Smart-Home-Technologien wie etwa das Gebäudemanagementsystem myGEKKO 2.0. Mit ihm lassen sich Heizung, Lüftung und auch das Kraftwerk individ uell steuern.

3. Durchdachtes Tageslichtkonzept: Gut fürs Klima und Wohlbefinden

Dass sich Tageslicht positiv auf das körperliche wie seelische Wohlbefinden auswirkt, ist unbestritten. Für eine komfortable Atmosphäre im Haus gilt deswegen per se: Je mehr Tageslicht in die Räume fallen kann, desto besser. Der positive Nebeneffekt ist ein geringerer Bedarf an Kunstlicht und damit weniger Energieverbrauch und -kosten. Wer sich dadurch Sorgen um seine Privatsphäre macht, sollte bei der Planung seines Fertighauses einen Anbieter auswählen, der eine individuelle Gestaltung ermöglicht. So können sich OKAL-Kunden etwa für eine geschlossene Bauweise zur Straße hin entscheiden, dafür für umso mehr Offenheit zum Garten hin durch bodentiefe Fenster oder Eckverglasung. Außerdem von Vorteil sind großzügig geschnittene Räume mit erhöhten Decken. Dieses Plus an Lichteinfall bietet zum Beispiel die einheitliche OKAL-Raumhöhe von ca. 2,80 Metern.

4. Umnutzung möglich machen: Raum für Generationen

Damit ein Haus langlebig ist, sollten sich Bauherren schon bei der Planung Gedanken über eine mögliche Umnutzung machen. Nur so können sie sicherstellen, dass es auch dann bewohnbar bleibt, wenn sich die Lebensumstände ändern. Von Vorteil sind hier etwa Generationenhäuser wie das OKAL-Musterhaus Günzburg. Es verfügt über eine Hauptwohnung und ein 43 m² großes Studio-Apartment mit eigenem Zugang. Dieses lässt sich als Gästebereich nutzen, für die eigenen Kinder oder die älter werdenden Großeltern. Auch die Gestaltung der Räume als Büro ist denkbar. Diese Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse der Bewohner machen Generationenhäuser nicht nur attraktiv, sondern auch zu einem wesentlichen Bestandteil nachhaltiger Wohnkonzepte.

Mit OKAL nachhaltig Bauen
Foto: OKAL Haus GmbH

Drei Fragen an OKAL-Geschäftsführer Wilfried Bolz

„Nachhaltig Bauen lohnt sich nicht nur fürs Klima“

Herr Bolz, mit den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit möchte der Rat für Nachhaltige Entwicklung das Bewusstsein für das Thema stärken. Eine Rolle spielt dabei auch nachhaltiges Bauen. Doch was bedeutet das eigentlich? Was macht ein Haus nachhaltig?

Wilfried Bolz: Der Begriff Nachhaltigkeit im Hausbau umfasst mehrere Aspekte – Umweltverträglichkeit, Langlebigkeit und Energieeffizienz. Wer nachhaltig bauen möchte, sollte deswegen schadstofffreie Baumaterialien nutzen, die aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt wurden und Wert auf hohe Qualität legen. Denn sie entscheidet am Ende, wie lange die Materialien halten und wie zukunftsfähig das Haus ist. Hinzu kommt eine klimaneutrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energien. Und bei all dem ist vor allem eins wichtig: eine langfristige Planung. Lebensverhältnisse ändern sich manchmal rasant, ein Haus sollte darauf ausgelegt sein.

Sich als Bauherr da zurechtzufinden, ist kein leichtes Unterfangen. Gibt es Anhaltspunkte für nachhaltiges Bauen wie etwa Siegel?

Bolz: Es gibt zahlreiche unabhängige Institute, die etwa Baumaterialien auf ihre Schadstoffbelastung hin testen. Unsere Baustoffe überprüft zum Beispiel der TÜV Rheinland einmal im Jahr. Wer den Bau eines Fertighauses plant, kann sich außerdem auf das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) verlassen. Es zeichnet schadstoffarme und energieeffiziente Wohnhäuser aus. Seit 2015 tragen alle OKAL-Häuser ein individuelles DGNB-Zertifikat. Der positive Nebeneffekt: eine Steigerung der Wertsubstanz.

Gesund wohnen inklusive Wertsteigerung – das klingt gut. Wie können Bauherren denn außerdem noch von einer nachhaltigen Bauweise profitieren?

Bolz: Ganz klar auf monetäre Art. Dazu ein Beispiel: Unser Musterhaus Günzburg erfüllt mit seinem geringen Energieverbrauch beispielsweise den KfW-Effizienzhaus 40 Plus Standard. Es ist somit besonders förderungswürdig. Für Bauherren bedeutet das günstigere Finanzierungsmöglichkeiten. So bietet das aktuelle Neubau-Förderungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Tilgungszuschuss auf Darlehen. Nachhaltig Bauen lohnt sich also nicht nur fürs Klima, sondern auch fürs Portemonnaie.

Quellennachweis: OKAL Haus GmbH

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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