Freitag , 16. August 2019
Newsticker
Home / Bauen / Dachkasten streichen: Von der Vorbereitung bis zum fertigen Anstrich

Dachkasten streichen: Von der Vorbereitung bis zum fertigen Anstrich

Den Traum vom eigenen Haus – wer träumt ihn nicht? Dass ein Haus auch Verantwortung und Arbeit bedeutet, steht außer Frage. So müssen Eigentümer zum Beispiel daran denken, den Dachkasten regelmäßig zu streichen. Hier erfahren Sie, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Warum muss der Dachkasten gestrichen werden?

Wird ein Haus gebaut, sollte man dies einer renommierten Baufirma anvertrauen. Schließlich ist Baumängel vermeiden das Wichtigste, um lange Freude an seinem Eigenheim zu haben. Besondere Aufmerksamkeit beim Hausbau sollte auch dem Dach zuteil werden. Eine gute Dacheindeckung schützt nicht nur vor starker Kälte und vor Sommerhitze, sie muss auch jedem Wetter standhalten.

Foto: Bru-nO@pixabay.com

Beim Bau oder der Sanierung spielt eine Komponente eine große Rolle: der Dachkasten. Die auch als Gesimskasten bezeichnete Verkleidung schützt den Überstand des Daches zwischen der Regenrinne und der Außenwand. Das Dach wird so gegen Wind von unten geschützt. Wenn im Dachüberstand Vögel nisten, wird die Fassade dank des Dachkastens vor Kot geschützt. Auch für die Ästhetik eines Hauses spielt der Dachkasten eine Rolle. Immerhin wird dank ihm der Dachaufbau ansprechend verborgen. Wer sich für eine Variante aus Holz anstatt für eine Kunststoffpaneele entscheidet, muss den Dachkasten regelmäßig streichen. Dies bedeutet zwar einen kleinen Aufwand, sorgt jedoch dafür, dass man möglichst lange Freude an seinem Dachkasten hat. Über die Kosten für das Streichen des Dachkastens muss man sich keine Sorgen machen – diese liegen mit knapp 6 bis 8 Euro pro Quadratmeter relativ niedrig. Wer kein handwerkliches Geschick hat, kann auch eine Firma mit dem Streichen beauftragen. Dann fallen die Kosten jedoch wesentlich höher aus und steigen schnell auf 25 und 30 Euro pro Quadratmeter. Muss nicht nur gestrichen, sondern auch grundiert werden, können diese Kosten auf 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter steigen. Hierbei nicht inbegriffen sind Nebenkosten, die zum Beispiel für die Eingerüstung entstehen können. Das können nochmal 5 bis 6 Euro pro Quadratmeter sein. Entscheidend ist die eingerüstete Fläche.

Diese Utensilien werden benötigt

Für den Anstrich werden verschiedene Utensilien benötigt, allen voran Farbe, Pinsel oder eine Rolle sowie ein Farbeimer und ein Abtropfgitter. Mit einem Gerüst sorgt man für einen sicheren Stand beim Streichen. Je nach Bedarf bieten sich auch noch Schleifpapier und eine Spachtel an. Kein Muss, aber eine sinnvolle Unterstützung beim Streichen, ist ein Exzenterschleifer, die auf Seiten wie https://www.feinschliffstube.de/ getestet werden und Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung behilflich sein können. Er hilft dabei, den Dachkasten abzuschleifen und nach dem Streichen zu polieren. Staubreste können so entfernt und der Dachkasten zum Glänzen gebracht werden.

Die Vor- und Nachteile verschiedener Lasuren

Bei der Farbe stehen mehrere Produkte zur Auswahl. Beim Dachkasten-Streichen kann sowohl mit farblosem Holzschutzanstrich, als auch mit Dünnschichtlasuren, mit einem Dickschichtanstrich oder mit aufeinander abgestimmten Anstrichsystemen gearbeitet werden. Die Frage danach, welche Produkte und Technik die besten sind, scheidet die Geister. So hat jede Lasur unterschiedliche Vor- und Nachteile. Bei der Wahl der Farbe spielen verschiedene Komponenten eine Rolle. So etwa, ob es sich um einen Erstanstrich oder um einen Nachstrich handelt, welche Anstriche vorhanden sind und wie das Holz vorbehandelt wurde.

Dickschichtlasuren werden eher selten verwendet, da sie einige Nachteile haben: Vor einem Neuanstreich müssen nicht nur die alten Farbschichten abgekratzt werden, es besteht auch eine gewisse Schimmelgefahr. Außerdem kann nach einigen Jahren die Farbe abplatzen oder abblättern, so dass ein häufiges Nachstreichen erforderlich wird. Besser sind Dünnschichtlasuren, die auf Holzschutzfarben basieren. Acrylfarben oder lösemittelhaltige Farben eignen sich nicht.

Was die Farbe anbelangt, ist grundsätzlich erlaubt, was gefällt. Ganz klassisch werden Dachkästen weiß oder farblos gestrichen. Weil dunkle Farben einen besseren Wärmeschutz bieten und wesentlich unempfindlicher sind, empfehlen immer mehr Experten, zu dunklen Tönen zu greifen. Bevor die Lackierung gekauft wird, sollte darauf geachtet werden, dass diese folgende drei Punkte erfüllt:

1. Sie muss einen Witterungsschutz bieten und das Holz konservieren
2. Sie darf nur wenig ausbleichen
3. Sie muss gleichmäßig decken

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie am besten beim Streichen des Dachkastens vorgehen.

1. Stellen Sie das Gerüst fachgerecht und nach den geltenden Vorschriften auf. Denken Sie daran, dieses abzusichern. Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn kommt es zu einem Sturz, können sonst unangenehme Probleme folgen.

2. Entfernen Sie den alten Anstrich oder schleifen Sie diesen an. Ein sinnvolles Hilfsmittel dabei ist nicht nur Schleifpapier. Mit einem Exzenterschleifer kann man sich die Arbeit vereinfachen. Der im nächsten Schritt aufzubringende Isoliergrund haftet durch das Schleifen wesentlich besser. Zudem werden alte Schmutzpartikel entfernt und Unebenheiten beseitigt.

3. Damit die Gerbstoffe das Nadelholz nicht durchschlagen und es nicht zu Gelb-Verfärbungen kommt, muss ein Isoliergrund aufgetragen werden. Dieser wird wie normale Farbe aufgetragen. Wichtig ist, dass auch alle Ecken und Kanten behandelt werden. Anschließend etwas Zeit für die Trocknung einplanen. Mindestens 12 Stunden sollten es sein.

4. Frühestens am nächsten Tag folgt der eigentliche Anstrich. Dabei die Farbe in gleichmäßigen Zügen deckend aufstreichen. Das Streichen sollte grundsätzlich nur bei gutem Wetter erfolgen, so dass die Farbe geschützt trocknen kann.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer DATENSCHUTZERKLÄRUNG.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen