Samstag , 20. Juli 2019
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Zusammenarbeit mit Baufirmen – die wichtigsten Tipps

Das Grundstück ist gekauft, man hat schon eine ungefähre Vorstellung davon, wie das Eigenheim einmal aussehen soll. Nun geht es intensiv an die Planungsphase. Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob man sich für ein Fertigteilhaus entscheidet oder das Wohnidyll in Massivbauweise errichten möchte. Außerdem muss geklärt werden, inwieweit man selbst in die Bauarbeiten mit eingebunden sein möchte. Manche möchten so viel wie möglich selbst machen und verfügen über handwerkliches Geschick und viele Geräte. Für sie gibt es nichts Schöneres, als jede freie Minute auf der Baustelle zu verbringen. Andere wiederum möchten am liebsten schon in ein fertiges Haus einziehen und möchten die Errichtung nur aus der Ferne betrachten. Egal ob man selbst stark miteingebunden ist oder nicht, manche Tätigkeiten müssen auf jeden Fall ausgelagert werden.

Wie viel Eigenleistung ist möglich?

Unter Eigenleistung versteht man beim Hausbau jene Tätigkeiten, die man selbst übernehmen kann oder möchte. Doch viele stellen sich den Hausbau wenig realistisch vor. Die meisten Hausbauer sind berufstätig und können nur abends oder am Wochenende zur Baustelle kommen. Genau zu jener Zeit sind aber in den meisten Fällen die Baufirmen nicht mehr verfügbar. Wer jedoch auf der Baustelle selbst anpackt, kann von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Geldersparnis – für jede Tätigkeit, die man selbst übernimmt, muss man keinen Handwerker bezahlen
  • Überblick: man hat die Baufortschritte unter Kontrolle
  • Man kann entscheiden, welches Material verwendet wird
  • Rasches Eingreifen bei Problemen
  • Bessere Kommunikation mit Baufirmen, wenn man sich öfter auf der Baustelle zeigt

Einige Bereich im Haus können auch von wenig geübten Heimwerkern übernommen werden. Dabei handelt es sich jedoch hauptsächlich um Tätigkeiten im Innenausbau. Maler- und Tapezierarbeiten, das Verlegen von Böden und Fliesen sowie die Gestaltung der Außenanlagen gehören dazu. Allerdings geht die Arbeit in diesen Bereichen erst los, wenn das Gebäude bereits steht.

Arbeiten am Rohbau – zeit- und kostenintensiv

Foto: Pixabay

Ist der Keller fertig und das Fundament betoniert, geht es an die Errichtung des Rohbaus. Diese Phase des Hausbaus ist besonders zeitintensiv. Außerdem muss man für den Rohbau in der Regel rund die Hälfte der Gesamtkosten des Hauses kalkulieren. Von diesem Betrag fließen ungefähr 40 Prozent in die Materialkosten. Einige Tätigkeiten kann man als Laie kaum selbst verrichten. Dazu zählt zum Beispiel das Betonsägen. Darunter versteht man vereinfacht gesagt das Trennen von Beton. Wichtig ist diese Methode zum Beispiel für das Ausschneiden von Öffnungen für Fenster und Türen oder für Durchlässe in Betonwänden für elektrische Leistungen. Auch für den Treppenaufgang muss eine entsprechende Öffnung in die Betondecke eingebracht werden. Schon bevor der Rohbau errichtet wird, müssen Rohre am Grundstück verlegt werden. Für den Kanal zum Beispiel sind Kernbohrungen notwendig. Für die Kernbohrung Berlin, Frankfurt, München oder in jeder anderen Region in Deutschland sind Baudienstleister die richtigen Ansprechpartner. Sie verfügen über das nötige Know-How und die passenden Geräte, um Kernbohrungen effizient und präzise durchführen zu können. Schließlich sind die Bohrungen für Kanäle, Elektroleitungen und Wasser ein wichtiges Detail im Hausbau.

Selber bauen – die Risiken

Manche Bauherren müssen kräftig schlucken, wenn sie sich über die Stundensätze der Handwerker informieren, die man für den Hausbau benötigt. Klar, dass sich viele überlegen, das meiste selbst zu machen. Was viele nicht bedenken ist, dass in den Kosten für den Handwerker in der Regel nicht nur die Arbeitszeit, sondern oft auch die „Miete“ für das Werkzeug inkludiert ist. Die Materialkosten werden zwar extra verrechnet, dass jeder Handwerker sein Werkzeug zur Baustelle mitnimmt, ist jedoch selbstverständlich. Noch dazu kommt, dass ein Handwerksbetrieb für mögliche Schäden haftet. Verlegt man zum Beispiel selbst Rohre für Abflüsse und Wasserleitungen und erweisen sich diese später als undicht, kann es zu massiven Schäden kommen. Die ganze Bausubstanz kann davon betroffen sein. Wenn man für die Arbeiten keinen Profi beauftragt hat, bleibt man auf den hohen Kosten für die Sanierung sitzen. Als weiteres heikles Thema im Hausbau ist die Schwarzarbeit anzusprechen. Beim Hausbau helfen oft alle Bekannten zusammen, im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ist das auch erlaubt. Verboten ist es jedoch, Handwerker ohne Anmeldung zu beauftragen. Einerseits macht man sich dadurch strafbar, andererseits besteht auf die Tätigkeiten keine Gewährleistung. Als Bauherr trägt man eine hohe Verantwortung. Beschäftigt man Schwarzarbeiter und wird dabei von den Behörden erwischt, drohen Strafen in einer Höhe von bis zu 100.000 Euro. Um dieses Geld könnte man gleich mehrere professionelle Firmen beauftragen. Noch dazu kommt, dass illegal beschäftigte Personen nicht versichert sind. Kaum auszudenken die Folgen, wenn es beim Hausbau zu einem Unfall kommt und jemand schwer verletzt wird.

Fazit

Ob man selbst Hand am Bau anlegt oder sich lieber auf die Unterstützung von Profis verlässt, hängt vom Budget und vom persönlichen handwerklichen Geschick ab. Einige Tätigkeiten können ohne Risiko auch von Ungeübten gut erledigt werden, für heikle Arbeiten wie Abflüsse, Wasser- und Elektroleitungen oder Dachdeckerarbeiten sollte man sich aus Sicherheitsgründen lieber einen Fachmann kommen lassen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de

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