Samstag , 4. Februar 2023
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Weihnachtsstern und Amaryllis sind beliebte Pflanzen in der Weihnachtszeit

Eine der beliebtesten Zimmerpflanzen in der Weihnachtszeit ist wohl der Weihnachtsstern. Er gehört zur Weihnachtszeit wie Lebkuchen und Spekulatius. Zur Weihnachtszeit ist der Weihnachtsstern fast in jedem Haushalt und in den Büros zu finden. Es gibt ihn nicht nur in dem beliebten Weihnachtsrot, sondern auch in Weiß, Pink und auch in einem dezenten, hautfarbenden Ton. Der Christstern, wie er auch genannt wird, leuchtet bereits im November in seinem schönen rot und bringt in tristen Herbsttagen Farbe ins wohlige Heim. So viel Freude wie wir an ihm haben, kann sich bei falscher Pflege aber auch schon nach ein paar Tagen die Enttäuschung breitmachen. Von der üppigen Farbenpracht bleibt außer einem trostlosen Gerippe meist nicht mehr viel übrig. Was ist da bloß schief gegangen?

Weihnachtsstern richtig pflegen

Zunächst einmal muss man wissen, dass der Weihnachtsstern, botanisch „Poinsettien“ keine Kälte und auch keine Staunässe vertragen kann. Ursprünglich stammt der Christstern aus den tropischen Laubwäldern Mexikos und ist ebenso in Mittel- und Südamerika beheimatet. In der Natur ist er eher ein immergrüner Strauch. Die Blüten des Weihnachtssterns sind eher unscheinbar, klein und gelblich. Das wunderschöne rot, was fälschlicherweise als Blüte gedeutet wird, sind die Hochblätter des Stammes, die sich zum Winter hin vom grünen Farbton in ein sattes rot verfärben.

  • Weihnachtssterne stehen in den Supermärkten oftmals im zugigen Eingangsbereich um die Kunden an zu locken. Auch wenn sie dort noch in voller Blüte stehen kommt das bittere Ende dann im trauten Heim. Nach so einem Kälteschock wirft der Weihnachtsstern innerhalb kürzester Zeit seine Blätter ab. Sicherer ist es in jedem Fall einen Weihnachtsstern aus dem warmen inneren des Geschäfts oder gleich im Fachhandel zu kaufen. Achten Sie beim Kauf darauf wie die Pflanze aussieht bzw. wie sich die Erde im Topf anfühlt. Sie darf nicht zu trocken und auch nicht zu nass sein. Die Blätter sollten nicht gelblich verfärbt sein oder sich gar aufrollen. Sattgrüne Blätter, die leuchtenden Hochblättern und knospige Blüten inmitten der Hochblätter zeichnen eine gesunde Pflanze aus.
  • Doch nun kommt die 2. Hürde. Für den Transport nach Hause ist es zu empfehlen, den Weihnachtsstern gut ein zu packen um ihn vor Kälte zu schützen. D.h. aber auch den Christstern nicht im kalten Auto stehen zu lassen um die restlichen Einkäufe zu erledigen, zumindest nicht bei Minustemperaturen.
  • Zuhause angekommen stellt sich nun noch die Frage wo die neue Errungenschaft am ehesten zur Geltung kommt. Am besten stellt man den Weihnachtsstern an einen hellen, warmen Ort ohne Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung. Demnach ist, eine nach Süden ausgerichtete Fensterbank, nicht immer der idealste Standort für das Schmuckstück.
  • Beim Gießen möchte es der Weihnachtsstern lieber wärmer haben. Kaltes Wasser ist Gift für Ihn. Am liebsten hat er es zimmerwarm und nicht zu nass. Auch auf Staunässe reagiert der empfindliche Weihnachtsstern mit dem Abwurf der Blätter. Am besten gießt man ihn von unten in den Übertopf. Aber Vorsicht. Überschüssiges Wasser spätestens nach 10-15 Min. abgießen.
  • Hat es der Weihnachtsstern bis zum Frühjahr geschafft und gegen Ende des Frühlings die roten Blätter immer mehr abnehmen, gönnt man ihm eine Ruhepause. Nun darf man ihn ruhigen Gewissens an einen kühleren Standort stellen und er braucht nur noch wenig Wasser. Später kann man sie umtopfen. Sollen sie zu Weihnachten wieder Blühen, muss man sie ein wenig austricksen. So sollte der Weihnachtsstern 6 Wochen lang täglich über 12 Stunden in einem dunklem Raum stehen, alternativ kann man ihnen aber auch einen Karton oder einen Eimer über Stülpen. Auf diese Weise soll der Weihnachtsstern wieder zum Blühen angeregt werden.
So schön wie der Weihnachtsstern auch ist, so giftig ist er leider auch
Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

So schön wie der Weihnachtsstern auch ist, so giftig ist er leider auch. Er gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und bei Verzehr löst er Brechreiz, Speicheln und Muskelkrämpfe aus. Auch Durchfall und Nierenversagen können auftreten. Also bei einem Haushalt mit Tieren und kleinen Kindern sollten man dringlichst darauf achten, dass nicht vom Weihnachtsstern genascht wird.

Der schönen Advents- und Weihnachtszeit steht mit diesen Tipps nun nichts mehr im Wege.

Hier noch einmal die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

Temperatur: Der Weihnachtsstern mag keine Kälte, Bei einer Raumtemperatur zwischen 18-20 Grad fühlt er sich am wohlsten.
Standort: Warm und hell, keine Zugluft und keine direkte Sonneneinstrahlung
Gießen: in maßen über den Übertopf, zimmerwarmes Wasser verwenden und Staunässe vermeiden, überschüssiges Wasser abgießen
Blüte: Pflanzen aus dem Vorjahr werden 6 Wochen lang täglich 12 Stunden lang dunkel gestellt oder abgedeckt. So wird die Pflanze zum Blühen animiert.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de

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