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Unkraut einfach und umweltfreundlich entfernen

Hartnäckig und nahezu unverwüstlich kommt es jedes Jahr zurück: das Unkraut. Es gedeiht prächtig auf dem Rasen, zwischen Pflastersteinen und sogar in Mauerritzen. Dauerhaft entfernen lassen sich Wildkräuter mit keinem Mittel – in den Griff bekommen aber schon. Dazu muss man nicht die Chemiekeule verwenden, es funktioniert mit umweltfreundlichen, überraschend einfachen Mitteln. Oberstes Gebot: den Anfängen wehren.

(tdx) Bei günstigen Wetterverhältnissen vermehrt sich Unkraut geradezu explosionsartig. Selbst an scheinbar pflanzenfeindlichen Stellen ohne Nährstoffen, etwa Mauerritzen, schafft es irgendeine Unkrautart, sich gesund zu entwickeln. Gegen solche Widerstandskraft haben die Pflanzen in den Beeten und der Rasen ohne Hilfe keine Chance.

Zwischen Steinplatten auf Wegen und Terrassen lässt sich Unkraut in der Regel mit mit einem Fugenkratzer entfernen. Bei größeren Flächen geht es alternativ mit einem Gasbrenner in Stabform. Wichtig ist es dabei immer einen Eimer Löschwasser bereitzustellen. Bild: tdx/fotolia
Zwischen Steinplatten auf Wegen und Terrassen lässt sich Unkraut in der Regel mit mit einem Fugenkratzer entfernen. Bei größeren Flächen geht es alternativ mit einem Gasbrenner in Stabform. Wichtig ist es dabei immer einen Eimer Löschwasser bereitzustellen.
Bild: tdx/fotolia

Deshalb: Sofort zur Unkrauthacke greifen, sobald sich die ersten unliebsamen Gewächse zeigen. Solange sie noch jung sind, lassen sie sich noch recht leicht mitsamt der Wurzel entfernen. Eine Gartenkralle entfernt Unkräuter in den Blumenbeeten und lockert gleichzeitig die Erde auf.

Nach einem Regen ist die beste Zeit, um die Wildpflanzen auszureißen. Sie lassen sich teilweise ohne Werkzeug aus der aufgeweichten Erde ziehen. Zu nass sollte es aber nicht sein – sonst verklumpt der Boden zu stark.

Wer das Unkraut regelmäßig alle paar Tage jätet, hat viel weniger Arbeit als wenn einmal im Monat ein Mammutprojekt ansteht. Die Wurzeln von Ackerwinden oder Hahnenfuß bilden unterirdisch neue Triebe, Löwenzahn bildet 60 Zentimeter lange Wurzeln. Kommen diese Pflanzen zu stark auf, ist es schwierig, den Überblick zu behalten und alle Wurzeln und Triebe zu erwischen. Einige Arten sind derart robust, dass sie aus Pflanzenteilen von 1 Zentimeter Länge neue Triebe bilden können.

Wenn die Zeit zum Jäten mal nicht ausreicht: Wenigstens die Blütenköpfe entfernen, damit sich die Samen nicht verbreiten.

Kochendes Wasser zerstört Unkraut

Gegen kochendes Wasser ist kein Kraut gewachsen. Für zu groß gewordene Gewächse mit tief in die Erde reichenden Wurzeln ist diese Methode ideal: Das heiße Wasser zerstört die ganze Pflanze. Die abgestorbenen Pflanzenreste lassen sich mühelos entfernen, sobald sie trocken sind.

Unkrautvlies für neue Beete

Die nützlichen Vliese wirken dem Unkraut effektiv entgegen. Komplett verschwinden wird es aus den Beeten nicht: Nach einiger Zeit schaffen es einzelne Wildpflanzen durch das Vlies, aber in erheblich geringerer Anzahl.

Schön und sinnvoll: Rindenmulch

Um das Unkraut in den Beeten einzudämmen, empfiehlt sich eine Mulchschicht. Damit bleibt ebenso das Wasser im Boden länger gespeichert. Geeignet sind Kieselsteine oder Rindenmulch. Beide gibt es in vielen unterschiedlichen Farben und Körnungen im Baumarkt, sodass für jeden Garten und Geschmack das Passende dabei sein dürfte.

Mit einer Kombination aus Unkrautvlies und Mulchschicht haben Gartenbesitzer für längere Zeit Ruhe vor dem ungeliebten Wildwuchs.

Unkraut im Rasen

Für den empfindlichen Rasen gibt es spezielle Unkrautstecher, die große Pflanzen wie Wegerich oder Löwenzahn schonend entfernen. Für flächig wachsende Unkräuter – beispielsweise verschiedene Kleesorten oder Gundermann – empfiehlt sich regelmäßiges Vertikutieren. Kleinere Flächen kann man gut mit einer schmalen Unkrautkralle bearbeiten. Auf kahle Stellen kommt anschließend Nachsaatrasen.

Der beste Weg zur unkrautfreien Rasenfläche ist gute Pflege. Der höhere Preis für Rasensamen guter Qualität macht sich schnell bezahlt: Hochwertige Samenmischungen wachsen langsamer und verzweigen sich besser. Rasenpflanzen brauchen einen nähstoffreichen Boden, Dünger, richtige Bewässerung und regelmäßigen Schnitt. Sind diese Voraussetzungen gegeben, hat der Rasen gute Chancen, sich gegen Wildkräuter zu behaupten.

Unkraut zwischen Steinen

Zwischen den Steinplatten auf Wegen und Terrassen lässt sich das Unkraut gut mit einem Fugenkratzer entfernen. Für kleine Flächen eignet sich die kurze Ausführung. Fugenkratzer mit Gerätestiel sind in aufrechter Haltung verwendbar, was bei großflächigem Einsatz den Rücken schont. Sofern durch das Auskratzen Lücken im Fugenmaterial entstehen, füllt Fugensand diese schnell wieder auf. Er wirkt darüber hinaus der Neubildung von Unkraut entgegen.

Viele Profigärtner empfehlen spezielle Drahtbürsten, die mit ihrem schmalen Borstenbesatz gut in die Fugen gelangen und diese von den Wildkräutern befreien.

Schnell und mühelos geht es alternativ mit einem Gasbrenner in Stabform. Spezielle Gaskartuschen mit Schraubverschluss geben das Gas kontrolliert ab. Die Arbeit mit Gas ist indes nicht jedermanns Sache. Vorsicht ist in jedem Fall geboten, damit weder Mensch noch Tier verletzt werden. Besonders gefährlich ist Funkenflug, der bei starkem Wind auch Gebäude in Brand setzen kann. Tipp: Nicht bei trockenem Wetter verwenden und immer einen Eimer Löschwasser bereitstellen.

Verbotene Hausmittel

Viele Gartenbesitzer schwören auf Essig, um zwischen Steinen wachsende Pflanzen zu entfernen. Was sie oft nicht wissen: Essig ist viel zu aggressiv, er belastet den Boden und schadet anderen Pflanzen und Insekten. Der Gesetzgeber hat den Einsatz verboten. Wer dennoch Essig einsetzt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Dasselbe gilt für Salz, das aus denselben Gründen als Streumittel gegen winterliche Eisglätte verboten ist.

Wildkräuter als Nutz- und Zierpflanzen

Den genügsamen Wildkräutern kann man eine eigene Fläche zur Verfügung stellen, wo sie wachsen dürfen wie sie wollen. Mancher Gartenbesitzer wird erfreut feststellen, dass sich bald Schmetterlinge und Vögel regelmäßig einfinden. Auf einem Stück naturbelassener Wiese wachsen wertvolle Pflanzen, die als Nahrung oder Versteck für nützliche Insekten dienen. Einige von ihnen sind wiederum eine wichtige Futterquelle für die Vögel, die in monoton angelegten Ziergärten kaum noch Nahrung finden.
Wildkräuter sind weiterhin für ihre zahlreichen medizinischen Heilwirkungen bekannt. Sie lindern innerliche und äußerliche Beschwerden, seien es Erkältungen, Hautausschläge oder Kopfschmerzen. Lavendel verbreitet in Duftkissen anagenehme Gerüche und wirkt schlaffördernd. Viele Arten sind zudem als Salat essbar.

Wildpflanzenarten sind im passenden Rahmen eine optische Zierde. Eine in allen Farben blühende Wildkräuterwiese hat ihren eigenen Charme und bildet einen reizvollen Gegensatz zu geordneten Blumenbeeten.

Chemische Mittel

Sie töten die meisten Unkräuter wirkungsvoll ab – aber auch andere Pflanzen und im Garten lebende Tiere sind durch chemische Unkrautvernichter gefährdet. Die enthaltenen Stoffe können sich sogar auf die menschliche Gesundheit negativ auswirken. Also besser zu umweltfreundlichen Mitteln greifen!

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