Samstag , 4. Juli 2020
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Immobilien als Kapitalanlage: Immobilienfonds besser als Hauskauf

In unsicheren Zeiten gelten Immobilien als Fels in der Brandung: Sie zeichnen sich durch ihre Wertbeständigkeit und durch ihre stetigen und planbaren Erträge aus. Für sicherheitsbewusste Anleger sind sie ein ideales Anlageobjekt. Doch Vorsicht: Das trifft nicht auf jede Immobilienanlage zu. Jeder Investor sollte sein Kapital möglichst breit auf verschiedene Objekte verteilen, diese Risikostreuung ist dringend empfehlenswert. Am besten realisieren das die meisten Anleger mit Immobilienfonds.

Hauseigentümer werden: Gefahr der Mietausfälle

Der Besitz eines Mietshauses oder einer Eigentumswohnung klingt verlockend. Eigentümer verbuchen dauerhaft Mieteinnahmen und vererben den Kindern die Objekte. Das sind zwei gute Argumente, um in Immobilien zu investieren. Zudem bieten Immobilienanlagen einen nachhaltigen Schutz vor Inflation und sind grundsätzlich sicherer als Anlageformen wie Aktien. Viele vergessen aber, dass die Vermietung mit Risiken verbunden ist: Mietausfälle machen die angestrebte Rendite zunichte, bei einer Kreditfinanzierung des Objekts können sie sogar zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Zahlen Mieter die vereinbarte Miete nicht, drohen erhebliche Einbußen. Eine Räumungsklage kostet viel Geld und zieht sich in die Länge. Zusätzlich unterschätzen einige den Aufwand, der mit einer Vermietung einhergeht. Vermieter sind für das Gebäude verantwortlich: Auch wenn sie eine Hausverwaltung beauftragen, müssen sie sich um vielfältige Aufgaben kümmern.

Risikostreuung mit Immobilienfonds

Risikoverteilung genießt bei allen Kapitalanlagen eine hohe Priorität. Bei einem Kauf von Mietobjekten bedeutet dies, dass Investoren mehrere Wohnungen beziehungsweise Einzelhäuser erwerben oder bauen sollten. Das können sich nur vermögende Personen leisten. Für alle anderen empfehlen sich Immobilienfonds als Alternative. Bei einem Fonds sammelt eine Gesellschaft von vielen Anlegern Geld ein und investiert dieses Kapital in zahlreiche Objekte. Damit garantiert sie die gewünschte Risikostreuung, auch Anleger mit überschaubarem Vermögen können sich mit gutem Wissen die Renditechancen des Immobilienmarkts sichern. Weiterführende Informationen zu Immobilienfonds und deren Vor- und Nachteile finden Sie hier bei WeltSparen.

Offene versus geschlossene Immobilienfonds: große Unterschiede

Immobilienfonds ist aber nicht gleich Immobilienfonds. Es gibt offene und geschlossene Fonds.
Foto: pixabay.com/SWK Bank/akz-o

Immobilienfonds ist aber nicht gleich Immobilienfonds: Gesellschaften werben mit offenen und geschlossenen Fonds, beide Varianten differieren stark. Experten raten aus mehreren Gründen zu offenen Immobilienfonds. Ein wichtiger Aspekt ist, dass diese die Risikoverteilung optimal realisieren. Das ist besonders in Zeiten von Corona ein wichtiger Aspekt. Sie erhalten von zahlreichen Anlegern umfangreiches Kapital, mit dem sie viele verschiedene Mietobjekte kaufen. Geschlossene Immobilienfonds konzentrieren sich dagegen auf ein oder wenige Objekte. Auch bei der Mindestanlagesumme und der Flexibilität erweisen sich offene Immobilienfonds als vorteilhaft. Anleger können mit geringen Beträgen investieren, bei den meisten Sparplänen genügen 50 Euro im Monat. Geschlossene Immobilienfonds fordern in der Regel eine Einmalzahlung von 10.000 Euro und mehr. Zusätzlich können Sparer die Anteile an offenen Immobilienfonds jederzeit verkaufen, während sich Investoren bei geschlossenen Fonds über mindestens zehn oder fünfzehn Jahre binden.

Mit offenen Immobilienfonds für das Alter vorsorgen

Immobilien sind eine beliebte Form der Altersvorsorge. Bestenfalls investieren Anleger in ein Eigenheim, dann ist die Rendite sicher: Sie sparen im Alter die Miete. Bei einer Kapitalanlage sieht das anders aus: Auf die Mieteinnahmen aus Mietobjekten sollte sich niemand verlassen. Wer zusätzlich zum Eigenheim mit Immobilien seinen Lebensstandard im Alter absichern will, greift zu offenen Immobilienfonds. Mit einem Sparplan bauen Anleger nach und nach ein Vermögen auf, die einmalige Investition eines momentan verfügbaren Betrags ist ebenfalls eine Möglichkeit. Die Rendite speist sich später aus zwei Quellen: Erstens schütten fast alle Immobilienfonds jährlich eine Gewinnbeteiligung aus. Zweitens steigt bei einer entsprechenden Entwicklung am Immobilienmarkt der Wert der Fondsanteile. Die Wertschwankungen sind im Gegensatz zu Aktienfonds gering, die Rendite deutlich höher als bei Festgeldkonten und ähnlichen Geldanlagen. Diese Mischung aus Sicherheit und Renditechancen ist perfekt für die Altersvorsorge.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]