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T30 Brandschutztüren kaufen: Darauf sollten Sie achten

In privaten Haushalten lauern viele Brandgefahren. Ein unbeaufsichtigter Topf auf dem Herd oder das vergessene Bügeleisen auf einem Kleidungsstück kann bereits zur Katastrophe führen. Doch auch überlastete Steckdosen, Akkus und Heizräume können eine Brandquelle darstellen. Daher ist es bereits beim Bau wichtig, den Brandschutz nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Als besonders effektiv erweist sich dabei der Einsatz von Brandschutztüren.

Brandschutz beim Bauen berücksichtigen: Sicherheit dank Brandschutztüren

Welche Gesetze beim Hausbau in Hinblick auf den Brandschutz gelten, hängt vom Wohnort ab. Denn die Regelung ist in Deutschland den Ländern überlassen und sieht somit in jedem Bundesland etwas anders aus. Die Hürden sind beim Bau eines Einfamilienhauses allerdings gering. Daher sollten Bauherren direkt selbst an ein Brandschutzkonzept denken. Ein Brand lässt sich nie zu 100 % ausschließen. Daher gilt es, möglichst viele Maßnahmen zur Eindämmung der Flammen zu treffen. Im Heizungsraum und zwischen Garage und Wohnraum sollte jeweils eine T30 Brandschutztüre verbaut werden. Da Brandschutztüren mittlerweile auch in ansprechendem Design hergestellt werden, können auch einzelne Wohnräume wie die Küche zusätzlich gesichert werden. Die Funktionsweise der speziellen Türen ist einfach, aber effektiv. Eine Brandschutztür schließt immer automatisch. Kommt es zu einem Feuer, stellt die Tür dank ihres Materials eine Barriere dar.


Die Feuerwiderstandsklassen: Auswirkungen auf Schutz und Preis

Brandschutztür ist nicht gleich Brandschutztür. In Deutschland gibt es verschiedene Feuerwiderstandsklassen. Diese geben an, wie lange die Tür den offenen Flammen standhalten kann. Dabei lässt sich zwischen den folgenden Klassen unterscheiden:

  • F30: feuerhemmend
  • F60: hoch feuerhemmend
  • F90: feuerbeständig
  • F120: hoch feuerbeständig
  • F180: höchstfeuerbeständig

Die Zahl hinter dem F zeigt, über wie viele Minuten das Feuer mindestens eingedämmt werden kann. Für einen privaten Haushalt sind 30 Minuten in der Regel ausreichend. Kommt es zu einem Brand, kann die Feuerwehr verständigt werden. Diese ist binnen einer halben Stunde vor Ort und kann verhindern, dass sich das Feuer dann auf andere Räume ausweitet. Je höher die Sicherheitsklasse ist, desto höher sind natürlich auch die Kosten. Soll die Brandschutztür nur nachgerüstet werden, muss auch die Türzarge ausgetauscht werden. Ansonsten besteht dieser Teil der Tür weiterhin aus brennbarem Material und die Schutzwirkung verpufft in kürzester Zeit.

Brandschutztür richtig im Alltag nutzen

Jeder Mensch weiß, wie man eine Tür benutzt. Dennoch kommt es im Zusammenhang mit Brandschutztüren immer wieder zu Fehlern in der Anwendung. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass die speziellen Türen automatisch schließen müssen. Durch einen Schließmechanismus geht die Tür nach dem Öffnen automatisch wieder zu. Im Alltag kann das durchaus unpraktisch sein, weswegen gerne ein schwerer Gegenstand vor die Tür gestellt oder ein Holzkeil eingeklemmt wird. Kommt es dann aber zu einem Feuer, ist die Brandschutztür wirkungslos. In öffentlichen Gebäuden stellt diese Art der „Manipulation“ sogar eine Straftat dar. Alternativ gibt es auch Türen, die nur im tatsächlichen Brandfall schließen. Die Kosten für den Mechanismus sind jedoch wesentlich höher, weswegen sich solche automatischen Türen im privaten Bereich nur selten wiederfinden.

Rauchmelder, Feuerlöscher und Feuerdecke – Grundausstattung in jedem Wohnhaus

Eine Brandschutztür alleine reicht meist nicht aus, wenn tatsächlich ein Feuer ausbricht. Mittlerweile gibt es in Deutschland eine flächendeckende Bestimmung zur Installation von Rauchmeldern. Dabei müssen die Warngeräte in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren montiert werden, wenn diese als Fluchtweg dienen. In einigen Bundesländern ist die Installation ebenfalls im Wohnzimmer vorgesehen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, einen Rauchmelder in jedem Raum zu installieren. Dabei ist die richtige Positionierung ausschlaggebend. Das Gerät sollte zentral an der Decke platziert werden. Schon seit längerer Zeit gibt es auch passende Geräte für Küche und Badezimmer. Der Alarm wird dabei nicht von Rauch- oder Dampfpartikeln ausgelöst. Der Rauchmelder reagiert auf schnelle Temperaturveränderungen in kurzer Zeit und schlägt dann Alarm. Nach der Montage sollte am besten halbjährlich ein Probealarm erfolgen. Jedes Gerät hat einen Testknopf. So kann geprüft werden, ob die Batterien noch intakt sind und ob ein Warnsignal abgegeben wird. Wenn es zu einem Brand kommt, sollte aber auch ein passender Feuerlöscher zur Hand sein. Für den Haushalt eignet sich ein ABC-Löscher. Dieser sollte mindestens ein Füllgewicht von 6 kg, besser noch ein Füllgewicht von 12 kg aufweisen. Separat für die Küche lohnt sich noch ein kleiner Feuerlöscher der Klasse F. Dieser kann ohne Probleme auch einen Fettbrand eindämmen, ohne dass es zu der gefürchteten Stichflamme kommt.

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