Montag , 26. Juli 2021
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Fassade vom Carport – was ist am widerstandskräftigsten?

Carports sind eine günstige Alternative zur Garage. Der Carport ist in einfacher Ausführung eine Überdachung für Fahrzeuge, Fahrräder, Abfalltonnen und Gartengeräte. Das Dach wird von einer Konstruktion aus Holz, Stein oder Metall gestützt. Sind die Seiten frei, sind die untergestellten Fahrzeuge nicht vor Witterungen geschützt. Für mehr Schutz hilft nur die Errichtung einer Fassade.

Fassadenkonstruktion aus Holz

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Header-Bild: © Thomas Aumann, stock.adobe.com

Der natürliche Rohstoff Holz wird zu Platten oder Latten verarbeitet. Ein sehr günstiges Material für eine Carport-Fassade, allerdings nicht sehr widerstandsfähig. Durchgehende Platten bieten einen höheren Widerstand als sicht- und luftdurchlässige Latten, die jeweils mit einem kleinen Abstand nach und nach an die Grundkonstruktion befestigt werden. Durch den Spalt kann noch immer Regen und Schnee eindringen. Wer sich für eine Holzfassade entscheidet, muss die Platten- und Lattenstärke in den Vordergrund stellen, um ausreichend Schutz zu erhalten. Verwendet werden überwiegend Nadelhölzer wie Fichte oder Tanne.

Kunststofffassade für den Carport

Etwas teurer ist eine Fassade aus Kunststoff oder einem Holzstoffverbund aus recyceltem Holz und künstlichen Fasern. Letztere sind in Holzoptik verfügbar, die aufgrund ihrer Struktur und Maserung von Weitem nicht von richtigem Holz zu unterscheiden sind. Die Kunststoffplatten sind flexibel, sie schützen vor jeder Witterung, Hitze, Feuchtigkeit und Licht. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Fassade nicht imprägniert oder lackiert werden muss und sich keine Schädlinge einnisten können wie im Holz.

Fassade aus Metall

Das widerstandsfähigste Material ist Metall. Die Fassadenelemente werden aus Wellblech oder Trapezbleche als TOP Dach- und Wandeindeckung gefertigt. Fertige Elemente müssen, sofern nicht im Rohzustand gekauft, nicht mit Metallschutzmitteln gestrichen werden. Um Rost zu verhindern, muss die Legierung alle paar Jahre erneuert werden, wie oft hängt von der gewählten Schutzlackierung ab. Bilden sich erste Anzeichen für Rost, sollten Besitzer eines Carports mit Trapezblechfassade umgehend aktiv werden. Die Fassade schützt vor allen Witterungen und bietet ausreichend Sichtschutz. Außerdem ist das Material leicht zu reinigen.

Steinwände als Fassade für den Carport

Stein ist das sicherste Material, um eine widerstandsfähige Fassade für ein Carport zu errichten. Es ist aber auch die teuerste. Optisch lässt sich eine Steinwand gut integrieren, wenn das Material bereits anderweitig auf dem Grundstück sichtbar besteht. Etwa bei einer Abgrenzungsmauer. Viele entscheiden sich für Gabionen. Das sind Zäune, bei denen die Steine in Metallkäfige gefüllt werden. Der Metallkäfig hält die Steinkonstruktion zusammen. In den Zwischenräumen können sich Kleintiere einnisten, was für Naturliebhaber eine optimale Lösung ist. Allerdings schützen die Zwischenräume nicht vor Windzug oder Wasser, welches in kleinen Mengen durchfließen kann.

Mischkonstruktionen für die Carport-Fassade

Warum eigentlich nur ein Material verwenden? Vor dem Baubeginn gilt es festzulegen, wie hoch die einzelnen Elemente sein müssen, damit der gewünschte Schutz gegeben ist. Optisch ansprechende Mischkonstruktionen bestehen aus Holz und Metall oder aus Holz und Stein. Metall und Stein hingegen wirkt sehr robust. Die ungünstigste Kombination besteht optisch aus Kunststoff und Metall. Allerdings ist sie deutlich widerstandsfähiger.

Genehmigung für den Carport

In einigen Bundesländern benötigen Bauherren eines Carports eine Genehmigung vom zuständigen Bauamt. Es wird empfohlen, mit dem Carport-Bauplan die örtliche Baubehörde zu kontaktieren. Carports werden schneller und mit weniger Aufwand genehmigt als Garagen. Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass ein Carport ohne Fassade als überdachter Stellplatz gilt. Der Carport mit Fassade ist ein umbauter Raum, der der Konstruktion der Garage gleichzusetzen ist, wenngleich am Carport kein Tor oder eine Tür integriert ist.

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