Mittwoch , 19. Januar 2022
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Gartensauna bauen: Worauf achten?

Für viele Gartenbesitzer ist eine Sauna ein Stück Lebensqualität. Schließlich versprechen Saunen nicht nur einen Hauch von Luxus, sondern begeistern zugleich als Rückzugsort zur Entspannung. In vielen Fällen entscheiden sich Saunabesitzer dafür, den Wohlfühltempel im eigenen Keller oder dem Bad zu integrieren. Doch für Gartenbesitzer spricht oft auch nichts dagegen, die Saunen ebenfalls im eigenen Garten zu errichten.

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Bildquelle: pixabay.com

Saunen für den Außenbereich

Genau genommen gleicht eine Gartensauna einer finnischen Sauna. In Finnland ist es üblich, den Schwitztempel nicht im Haus einzubauen. Zu den Besonderheiten des finnischen Saunierens gehört es deshalb ebenfalls dazu, nach dem Saunagang direkt an die frische Luft zu gehen. Auch hierzulande erfreuen sich Gartensaunen immer größerer Beliebtheit. Doch worauf müssen Hobby-Heimwerker beim Einbau einer Sauna achten?

Eine genaue Planung als A und O

Ebenso wie für jedes andere Bauvorhaben ist auch für den Einbau einer Sauna eine genaue Planung erforderlich. Neben dem Aufstellort spielt die Art, Form und Befeuerungsart für die Bauplanung eine wichtige Rolle. Bei feststehenden Saunatypen spielt die Wahl des richtigen Standorts eine essentielle Rolle. Ist die Wahl einmal getroffen, kann der Platz nicht mehr einfach verändert werden. Fundamente müssen gebaut und Kabel verlegt werden. Umso wichtiger ist es, die Entscheidung für einen geeigneten Ort für die Sauna genau zu durchdenken. Ausschlaggebende Faktoren sind die Strom- oder Wasserversorgung am gewünschten Ort. Vielen Gartenbesitzern ist es ebenfalls wichtig, dass der Bereich geschützt und nicht einsehbar ist.

Ist eine Baugenehmigung erforderlich?

Eine weitere Frage richtet sich nach der Einholung einer Baugenehmigung. Es ist nicht eindeutig geklärt, ob für den Einbau einer Sauna generell eine Baugenehmigung erforderlich ist. Landkreise, Bundesländer und Gemeinden haben allesamt unterschiedliche Regelungen. Deshalb sind Bauherren gut beraten, sich an zuständige Bürgerbüros oder Bauämter zu wenden. Für die Erteilung einer Genehmigung ist unter Umständen ein Lageplan, eine exakte Beschreibung des Bauvorhabens, ein Antragsformular für die Bebauung sowie eine Bauzeichnung einschließlich Abständen zu Nachbargrundstücken erforderlich.

Art der Befeuerung

Zudem ist die Wahl der Sauna-Beheizung ausschlaggebend. Die gängigsten Optionen sind Elektroöfen, Holzöfen sowie Elektrovarianten ohne Starkstrom mit 230 Volt. Heizmethoden mit Elektro- und Holzöfen haben jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. Holzöfen bereiten besonders romantisches Flair und sind für alle Personen geeignet, die vor einem Ofen mit knisterndem Feuer Platz nehmen und das offene Feuer hinter der Scheibe beobachten möchten. Allerdings ist der Einbau eines Holzofens mit hohem Aufwand verbunden. Der Einbau eines klassischen Elektro-Ofens ist im Gegenzug zum Holzofen nicht an Genehmigungspflichten gebunden. Hierbei genügt es, einen Starkstromanschluss fachmännisch zu verlegen und den Ofen anzuschließen.

Wahl des Gartensauna-Typs

Stehen nur begrenzte Platzverhältnisse zur Verfügung, entfallen die meisten Außensaunen aus der Liste möglicher Optionen. Zur Wahl stehen Blockhaussaunen, Cubus Saunen mit oder ohne Vorraum, Fass-Saunen, Saunazelte bzw. Saunakotas, moderne Saunen, Infrarotkabinen und klassische Saunahäuschen. Jeder Geschmack ist anders. Zudem sollte der individuelle Gartenstil in die Entscheidung einfließen. Zumeist entscheiden sich Gartenbesitzer für eine Fasssauna oder klassische Blockhütte, die mit ihrem zeitlosen Stil überzeugen und nicht zu ausgefallen sind. Generell sind Gartenbesitzer gut beraten, Fachanbieter zu beauftragen, welche die Saunen schlüsselfertig anschließen und aufbauen. Alternativ stehen Sauna-Bausätze für Hobby-Heimwerker zur Verfügung. Für den Außenbereich ist oftmals ein Fundament erforderlich. Wer handwerklich nicht begabt ist, kann auch mit dieser Aufgabe einen Saunafachbetrieb beauftragen.

Das passende Holz auswählen

Insbesondere beim Aufbau einer klassischen Sauna dürfen Gartenbesitzer aus unterschiedlichen Holzarten wählen. Generell sind für den Saunabau Holzarten wie Abachi Holz, Espenholz, Kanadische Rotzeder, Kanadische Hemlocktanne und Polarfichte geeignet.

Hilfreiche Gestaltungstipps

Eine stilvolle Outdoor-Sauna für den Gartenbereich fügt sich nahtlos in Gartenkonzepte ein. Bei der individuellen Gestaltung sind der Vielfalt nur wenige Grenzen gesetzt. Ist genügend Platz vorhanden, empfiehlt es sich, die Sauna mit einer kompletten Außenanlage einschließlich Duschbereich, Tauchbecken, Whirlpool, Kühlschrank und einer Ruhezone zu kombinieren. Saunen mit Vorraum bieten ebenfalls mehrere Vorteile. Beim Gang vor die Saunatür tritt keine Hitze nach außen aus. Außerdem ist es durch dieses Konzept möglich, zusätzlich einen Ruheraum einzurichten.

Begrünung von Saunaflachdächern

Ist die Sauna mit einem Flachdach ausgestattet, kann die Oberfläche auch sinnvoll begrünt und bepflanzt werden. Allerdings ist es wichtig, den Untergrund für eine Bepflanzung entsprechend vorzubereiten. Die Pflanzenauswahl sollte gut mit der Farbvielfalt des restlichen Gartens harmonieren. Ein Modell mit besonderem Wow-Effekt ist eine unterirdische Sauna. Auch in diesem Fall können die Abzugsrohre und Dächer bepflanzt und begrünt werden.

Fass-Saunen und Sauna-Cubes mit Blickfanggarantie

Runde Gartensaunen in Form eines Fasses begeistern mit ihrer Blickfanggarantie. Hierbei steht es dem Saunabesitzern frei, die Wellnesstempel mit oder ohne Vorraum zu errichten. Einen Hauch von Eleganz verbreiten mit LED-Beleuchtung aufgewertete Cube-Saunen aus Glas. Dieses Saunamodell verspricht zwar einen guten Blick auf den Garten. Im Gegenzug ist die Sauna jedoch auch mit sehr hohen Anschaffungs- und Energiekosten verbunden und von außen einsehbar. Außerdem bedarf eine Sauna mit Glaswänden einer regelmäßigen Säuberung.

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