Donnerstag , 19. April 2018
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Lieber Parkett oder Laminat – Welcher Fußbodenbelag soll es sein

Laminat und Parkett sind die erste Wahl, wenn es um die Gestaltung des Fußbodens geht. Der Holzcharakter hat etwas Anheimelndes. Er lässt sich gut mit der Einrichtung kombinieren und er wirkt hochwertig, egal ob Sie Laminatboden oder Parkett verlegen.

Die Wahl zwischen beiden Arten hängt oft davon ab, ob Sie zur Miete wohnen oder selbst eine Immobilie besitzen. Laminatfußboden ist zudem preisgünstiger als Parkettbelag.

Aktuelle Ausführungen sind genauso belastbar wie Parkett und auf den ersten Blick nicht von echtem Holzboden zu unterscheiden. Was ist eigentlich Laminat? Der Bodenbelag besteht nicht aus Holz. Er hat zwar eine täuschend echte Holzoptik, ist aber ein künstliches Produkt. Auf einer Trägerplatte aus MDF wird bei der Herstellung ein bedrucktes Dekopapier verklebt. Es wird auf der Oberseite mit einer Schicht aus Melaminharz, dem sogenannten Overlay, versiegelt. Mit einer weiteren Schicht wird die Unterseite der Trägerplatte gegen Feuchtigkeit geschützt. Seitlich besitzen die Laminatpaneelen Nut und Feder. Das Verlegen des Laminats ist durch das Klick-System kinderleicht. Bekannte Hersteller von Laminatboden sind Haro oder Parador. Deren Produkte sind in jedem gut sortiertem Baumarkt erhältlich. Beide Hersteller überzeugen mit einer hohen Qualität und schützen ihre Produkte auch gegen das Eindringen von Feuchtigkeit durch die Fugen. Hochwertige Laminatpaneele wird antistatisch ausgerüstet. Die Qualität von Laminatfußboden bestimmt sich nicht ausschließlich durch den Abriebswert des Overlays, sondern durch alle insgesamt verwendeten Materialien. Die MDF-Platten müssen sehr dicht verarbeitet sein, damit die Paneele stabil ist.

Ist das MDF zu weich, dann zeigen sich bald Eindrücke von Möbeln in der Trägerschicht. Die EN 13329 für Laminatböden enthält die Qualitätsmerkmale und die empfohlene Beanspruchungsklasse für Laminat. Die Beanspruchung der Dielen wird in Wohnbereiche und die gewerbliche Nutzung eingeteilt.

  • mäßige Beanspruchung: Klasse 21
  • normale Beanspruchung: Klasse 22
  • starke Beanspruchung: Klasse 23

Bei der gewerblichen Nutzung wird die Beanspruchungsklasse in die Kategorien 31 (mäßig), normal (32) und stark (33) eingeteilt. Die Nutzungsklassen werden durch Piktogramme auf der Verpackung von Laminat dargestellt. Die Paneele von Laminat hat in der Regel eine Dicke von sechs bis 12 mm. Günstiger Bodenbelag ist dünner. Es ist empfindlicher gegen Abrieb als hochwertige dicke Paneelen. Laminat ist vielseitig Die Qualität unterscheidet sich in DPL (direct pressure Laminate) und HLP (higher pressure Laminate). In der Qualität DLP wird das Dekopapier in Holzoptik und das Gegenzugpapier in einem einzigen Arbeitsgang auf die Trägerplatte gepresst. Bei der Qualität HLP werden zuerst das Dekopapier und das Overlay mit Kraftpapieren verpresst. Danach erfolgt das Verleimen der Pressschicht. HLP Qualität wird als Designboden angeboten. Er ist belastbarer als DLP-Qualität. Für den Designboden gibt es so viele Möglichkeiten an Strukturen und Formaten, dass jeder Boden ein Unikat ist.

  • Antikmatt
  • Brillant
  • Elegant
  • Feinholzstruktur
  • gebürstete Struktur
  • Reliefstruktur
  • seidenmatte Struktur
  • sägeraue Struktur
  • Vintagestruktur

Als Dielenformate stehen die Paneelen in Fliesenform, groß- oder kleinformatige Paneele, Schloss- und Stabdielen zur Auswahl. Die Optik gliedert sich in Landhausdielen, Schiffsboden, Stabmixmuster und Fliesenmuster. Diese aufgeführten Auswahlkriterien sind nur eine kleine Auswahl aus der Vielseitigkeit von Laminatpaneele, die Sie in hellen, dunklen und mittleren Tönen und mit zweiseitiger- oder vierseitiger Fuge, mit Minifuge oder ganz ohne Fugen verlegen können. Die Farbwahl von Laminat und Sockelleisten umfasst alle nur denkbaren Töne der Farbpalette. Designboden für Zuhause Hochwertiger Laminatbelag wird als Designboden bezeichnet. Er ist dicker und abriebfester als normales Laminat und bietet eine schier unendliche Vielfalt im Design, ähnlich wie Vinylböden. Bekannte Hersteller von Designböden sind Meister, Claasen oder Swisskorona. Wineo Laminat Designböden sind ökologisch hergestellt. Die Optik und die Haptik des hochwertigen Laminatbelages kommt Parkettboden am nächsten.

Sogar die feinen Holzrillen auf der Oberfläche werden imitiert. Der Abrieb der Schutzschicht definiert sich durch den Taber-Wert. Extrem geringer Abrieb kennzeichnet sich durch einen hohen Taber-Wert. Hochwertiges Laminat erkennen Sie an dem RAL-Gütezeichen für Laminat. Es steht für eine stetige Produktüberwachung durch unabhängige Prüfinstitute. Das Gütesigel “Blauer Engel” dokumentiert die Einhaltung der Formaldehydausdünstungen. Die Einstufung von Laminat erfolgt nach dem Abrieb, der Stoßfestigkeit, der Licht- und Fleckempfindlichkeit. Feuchtraumlaminat als Designboden Für das Verlegen in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit muss die Trägerplatte mit einem Quellschutz imprägniert werden. Ein klassischer Hersteller für Feuchtraum Laminatbelag ist Wineo. Dessen Aqua Protect HDF Trägerplatten besitzen eine Spezialimprägnierung, die das Quellen verhindert. Zusätzlich werden die Kanten mit synthetischen Ölen geschützt. Trotzdem sollten Wasserpfützen auf dem Boden umgehend beseitigt werden. Auch unter den Boden sollte kein Wasser gelangen. Wineo definiert seine 135 Dekore von Feuchtraumlaminat zur Verwendung in der Küche, im Badzimmer und in der Toilette. Die Dekore reichen von Schiffboden, bis Landhausdiele und Fliesenoptik.

Vorteile von Laminat

  1. Laminat bietet eine große Auswahl an Dekoren und Mustern.
  2. Es ist günstiger als Parkettboden und relativ leicht zu verlegen.
  3. Es stellt keine besonderen Ansprüche an seinen Untergrund und kann auch auf Teppichboden und schon verlegtem Bodenbelag verlegt werden.
  4. Seine Oberfläche ist strapazierfähig. Die Paneele ist durch die Beschichtung mit Melaminharz so Pflegeleicht wie Vinylboden. Nur sollte das Wischwasser nicht zu fecht sein, weil Laminat sonst aufquillt.
  5. Als Untergrund und für die Raumakustik ist es notwendig, einen Trittschallschutz unter dem Laminat zu verlegen.
  6. Für Feuchträume ist spezielles Feuchtraum-Laminat erhältlich.
  7. Eine Trockenreinigung mit dem Staubsauger ist ausreichend.

Nachteile von Laminat

Für Räume, deren Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 50 bis 65 Prozent liegt, ist normales Laminat nicht geeignet. Dazu zählen Saunen, kleine Badezimmer und Bereiche um Waschbecken, die Badewanne oder die Toilette.

Laminat lädt sich, besonders im Winter, durch Reibung elektrostatisch auf. Hersteller versuchen diesen Effekt mit mehr oder weniger Erfolg zu kompensieren.

Pflegemaßnahmen für Laminat

  1. Sand und Schmutz wirken wie Schleifpapier, deshalb den Laminatbodenbelag nicht mit Straßenschuhen betreten.
  2. Verschüttete Flüssigkeiten sollten immer sofort aufgewischt werden.
  3. Das Wischen erfolgt mit einem gut ausgewrungenen Lappen immer nur nebelfeucht.
  4. Staub und Flusen entfernen Sie mit einem weichen Besen.
  5. Bohnerwachse und Pflegemittel benötigt die versiegelte Oberfläche nicht. Die Pflegemittel ziehen nur Schlieren.
  6. Oft zu rückende Möbelstücke sollten mit Filzgleitern versehen werden.

Die Laminat-Hersteller bieten verschiedene Reinigungskonzentrate für den Bodenbelag an.
Lassen sich Schäden an der Oberfläche in jeder Beanspruchungsklasse ausbessern? Parkettboden wird bei Beschädigung einfach abgeschliffen und neu versiegelt. Das ist bei Laminatboden nicht möglich. Leichte Kratzer entfernen Sie mit einem Intensivpflegemittel. Beschädigte Stellen werden mit einem Reparatur-Kit repariert. Es enthält eine Spachtelmasse und eine Versiegelung. Die richtige Trittschalldämmung Parkettboden und Laminat sind im Gegensatz zu Korkboden oder Vinylboden harte Böden. Sie benötigen einen Trittschutz, der den Schall dämpft, wenn die Böden schwimmend verlegt werden. Alternativ ist eine Verklebung mit Flächenklebstoff ohne Dämmung möglich. Die Dämmung aus Kunststoffen, Holzfasern oder Kork dämmt den Schall, sodass sich Nachbarn nicht gestört fühlen. Eine Trittschalldämmung aus Kunststoff ist im Handel unter der Bezeichnung PE-Schaum erhältlich. Während Schaum strake Dämmeigenschaften besitzt, kann PE- Folie nur mit einer geringen Dämmung aufwarten. Dämmplatten aus Polystyrolschaum besitzen bei Kunststoff die besten Dämmeigenschaften. Sie eignen sich aber nicht zum Einsatz über einer Fußbodenheizung.

Kork, in der Ausführung als Rollenkork oder als Korkplatten, besitzt trittschalldämmende und wärmedämmende Eigenschaften. Das Naturprodukt wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Holzfaserplatten besitzen gute Dämmeigenschaften. Holzfasern werden bei der Herstellung fein zerrieben und zusammengepresst. Die Platten wirken trittschalldämmend, wärmedämmend und sie regulieren die Feuchtigkeit. Für die Verwendung über einer Fußbodenheizung eignet sich von den drei Dämmmaterialien Kork, Polystyrolplatten, Holzfaserplatten und Hanffilz. Zusätzlich ist Laminatpaneele bereits mit integrierter Trittschalldämmung erhältlich. Diese Variante spart zwar Arbeit, muss aber bei der Entfernung als Sondermüll entsorgt werden. Laminat auf der Fußbodenheizung Ob sich Ihr Wunschprodukt zu Verlegen auf der Fußbodenheizung eignet, erfahren Sie in der Produktkennzeichnung.

Der Wärmedurchlasswiderstand von Laminat, Trittschall und Dampfbremse sollte unter 0,15 m² x K liegen, damit die Fußbodenheizung den Raum erwärmen kann. Die Sockelleisten Sockelleisten bilden den Abschluss des Laminatbodens an der Wand. Sie versecken die Dehnungsfuge, die beim Verlegen gelassen wird, damit der Boden sich nicht wellt. Genau wie Laminat bestehen auch die Sockelleisten aus MDF mit Holzdekor. Sie werden mit Hilfe von Clips an die Wand montiert und bergen die Möglichkeit, dahinter Kabel zu verstecken. Die Höhe der Abschlussleisten ermitteln Sie nach der Raumhöhe. Je höher ein Raum ist, im so breiter darf die Sockelleiste für die optische Raumwirkung sein. Neben einer Sockelleiste Ton in Ton in Holzoptik mit dem Fußboden besteht die Möglichkeit, mit den Farben Weiß, Schwarz und in Edelstahloptik den verlegten Boden zu akzentuieren. Fazit Laminatpaneele in hochwertiger Ausführung ist durchaus eine gute Alternative zu Parkettboden. Fast genauso robust und mit unendlich vielen Dekoren für die Raumwirkung erfüllt Laminatpaneele viele Wünsche für die Fußbodengestaltung. Laminatfußbodenbelag ist besonders in Mietwohnungen die erste Wahl. Er punktet durch das leichte Verlegen und eine pflegeleichte Ausstattung. Lassen Sie sich beim Kauf von Laminatboden von geschulten Fachkräften beraten, um Ihre Wünsche an den Fußbodenbelag am besten umzusetzen.

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