Sonntag , 7. März 2021
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Badsanierung: Wie man Infrarotheizkörper sinnvoll integrieren kann

Fast jeder kennt das Problem: Man wohnt seit Jahren in einer Wohnung oder einem Haus und das ehemals neue und moderne Badezimmer wirkt irgendwann nur noch alt und abgewohnt. Tatsächlich haben Bäder in Deutschland oftmals Jahrzehnte auf dem Buckel, bevor sie saniert werden.

Während Mieter bei einer Baderneuerung meist nur wenig Mitspracherecht bei der Gestaltung haben, bieten sich dem Eigenheimbesitzer mittlerweile viele Modernisierungsoptionen an. Vor allem Infrarotheizungen erfreuen sich in den letzten Jahren stetig wachsender Beliebtheit. Diese Heizsysteme sind im Bad als Zusatzheizung oder primäres Heizsystem einsetzbar und bieten eine Reihe von Vorteilen. Die oft als wohltuend empfundene Infrarotwärme ist für Badezimmer besonders geeignet, zumal sich die Heizkörper sehr platzsparend und dekorativ, beispielsweise als Spiegelheizung, verbauen lassen.

Infrarot-Heizungspaneele oder Spiegelheizung im Bad

Infrarot-Spiegelheizungen lassen sich im Bad integrieren, ohne aufzufallen. Dabei wird viel Platz gespart und der Strahlungsbereich liegt vorteilhaft direkt vor dem Badbesucher. Das zahlt sich zum Beispiel beim morgendlichen Badbesuch aus, wenn Sie direkt vor dem Spiegel stehen. Die C-Strahlung des Infrarotheizkörpers kann positive Auswirkungen auf das Immunsystem haben. Sie dringt tiefer als warme Luft in die menschliche Haut ein. Dadurch wirkt sie entspannend und wohltuend auf Ihren Körper. Aber auch klassische Infrarot-Paneelen lassen sich einfach im Bad integrieren. Sie können beispielsweise an der Decke montiert werden und sparen dort wichtigen Platz ein. Das ist gerade bei kleineren Bädern wichtig. Trotzdem erzielen sie einen Heizeffekt, der den gesamten Raum mit ausreichender Wärme erfüllt.

Quelle: midascode/pixabay.com

Infrarotheizung im Bad: Zusatzheizung für kleine und große Bäder

Bäder, die bereits über ein normales Heizsystem verfügen, können zusätzlich mit einer Infrarotheizung ausgestattet werden. Das ist oftmals sinnvoll, wenn die herkömmliche Heizung nicht ausreicht, in den Sommermonaten abgestellt wird oder das Bad nur temporär und kurzzeitig beheizt werden soll. Beide Systeme, sowohl die Spiegelheizung als auch die Infrarotheizung, die an der Decke angebracht wird, sind als Zusatzheizungen integrierbar.

Besonders angenehm wirkt sich die Strahlung der Infrarotheizung nach dem Duschen oder dem Baden auf den Körper aus. Für die Berechnung wie viel Watt Sie benötigen, um Ihr Badezimmer mit einer solchen Infrarotheizung zu beheizen, helfen Tabellen im Internet oder der Fachmann für den Einbau von Infrarotheizungen. Spiegelheizungen für Bäder gibt es z. B. in Watthöhen von 200 bis 1300 Watt und mit unterschiedlichen Maßen. Sie besitzen vielfach einen integrierten Funkthermostat und können über den Einstellthermostat geregelt werden. Andere Systeme werden über ein Steckdosenthermostat gesteuert.

Infrarotheizung im Bad als Hauptheizung verwenden

Zahlreiche Menschen nutzen Infrarotheizungen im Badezimmer als Hauptheizsystem. Bei Sanierungen, die darauf angelegt sind, im Bad etwas mehr Platz zu schaffen, bieten sich Infrarotheizungen an. Ältere, platzraubende Heizsysteme, wie beispielsweise Nachtspeicherheizungen, lassen sich im Zuge der Badsanierung durch platzsparende, schlanke und dennoch sehr effiziente Infrarotheizungen ersetzen. Das gesamte Raumklima wird durch diesen Austausch verändert und verbessert.

Hersteller von Infrarotheizungen stellen entsprechende Tabellen zur Verfügung, aus denen Sie die Dimensionierung der jeweiligen Infrarotheizung für Ihr Bad ablesen können. Beachten Sie beim Umbau auch, dass laut DIN 12831 die normale Raumtemperatur in Bädern ca. 4 °C höher liegt als in den übrigen Wohnräumen. Zusätzlich muss für den Bad-Ausbau mit Fliesen eine etwas höhere Heizlast berücksichtigt werden. Fachspezialisten für Infrarotheizungen geben Ihnen weitere, präzise Auskünfte, was bei der Planung und der Installation Ihres Infrarotheizsystems im Bad zusätzlich zu beachten ist.

Infrarotheizung im Bad als Handtuchhalter integrieren

Um Platz im Bad zu sparen, bietet es sich an, eine Infrarotheizung als Handtuchhalter zu integrieren. Dabei wird von einigen Hersteller-Firmen die Oberflächentemperatur des genutzten Gerätes so herunter reduziert, dass die auf ihnen abgelegten Handtücher nicht in Brand geraten können. Solche Systeme sind dann sinnvoll, wenn im Bad besonders wenig Platz vorhanden ist und ein vollwertiges Heizsystem nicht benötigt wird. Infrarotheizungen jeglicher Art sorgen zudem für einen geringen Wärmeverlust beim Lüften. Das betrifft auch Handtuchhalter, die als Infrarotheizung im Bad integriert werden. Außerdem wird die Feuchtigkeit durch den Einsatz einer Infrarotheizung im Bad verringert, was die Schimmelbildung verhindert. Im Übrigen sind Infrarotheizungen wartungsfrei. Es fallen im Betrieb keine Inspektionskosten und keinerlei Kosten für den Schornsteinfeger an.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

One comment

  1. Danke für diese Tipps zur Badsanierung. Es ist eine gute Idee, Infrarot-Spiegelheizungen zu integrieren, da diese unauffällig sind. Gut zu wissen, dass sie darüber hinaus das Immunsystem stärken können.

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