Dienstag , 26. Mai 2020
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Beim Hausbau auf die Innentüren achten

Vom ersten – oft zögerlichen – Blick auf den Grundstücksmarkt im Internet bis zum Aufsperren des neu errichteten Eigenheims vergehen in der Regel Monate, wenn nicht sogar Jahre. Dazwischen liegen zahlreiche Ideen, Entwürfe und möglicherweise schlaflose Nächte. Immerhin müssen so viele kleine Details geplant werden, ob es um den Grundriss des Hauses, die Heizungsform oder die Küchenausstattung geht. Nicht vergessen sollten Hausbauer dabei auf die Innentüren. Sie sind der Durchgang von einem Raum in den nächsten und tragen maßgeblich zum Charakter der eigenen vier Wände bei.

Große Auswahl an Innentüren

Eine Innentüre ist nicht nur ein Durchlass von einem Zimmer in das andere. Vielmehr ist sie ein wichtiges Element der Raumgestaltung geworden. Eine Türe, die nicht zum Charakter des Hauses passt, kann das Wohlbefinden sehr beeinträchtigen. Andererseits wiederum kann eine schöne Türe zum Hingucker des ganzen Raumes werden. Heute stehen so viele Varianten zur Auswahl wie nie zuvor, hier eine Auswahl:

  • Eine traditionelle Türe besteht aus einer Zarge, die landläufig auch als Türrahmen bezeichnet wird. Der an der Wand montierte Teil dient als Befestigung des beweglichen Türblattes. Befestigt wird dieses in den meisten Fällen mit einem Scharnier. Je nachdem wie es moniert wird, öffnet die Türe nach außen oder nach innen.
  • Besonders elegant wirken rahmenlose Türen, die sich wie unsichtbar in die Wand einbringen. Ganz ohne Befestigung kommen diese Modelle nicht aus, nur verbirgt sich die Zarge in der Wand
  • Für enge Winkel und kleine Räume bieten sich Schiebetüren an. Sie sparen Platz, da sie keinen Öffnungswinkel benötigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auch bei Zugluft nicht zufallen
  • Eine Revisionstür Trockenbau verschwindet fast unsichtbar in der Wand. Sie ermöglicht den problemlosen Zugriff auf in der Wand befindliche Hauselektronik

Innentüren gibt es für jedes Budget: Bei Innentüren zu sehr den Sparstift anzusetzen, ist allerdings keine gute Idee. Denn Türen werden nicht jedes Jahr ersetzt, sondern begleiten Hausbewohner oft für viele Jahre.

Innentüren erfüllen viele Aufgaben

Innentüren sind Teil der Raumgestaltung.
Foto: pixabay.com

In der heutigen Zeit wo Klimaschutz ein wichtiges Thema ist, sollte sich jeder beim Hausbau Gedanken um die Energieeffizienz machen. Mit rund zwei Quadratmetern decken Innentüren eine relativ große Fläche ab, durch die Wärme verloren geht. Gerade während der Heizsaison geht es in jedem Haus darum, die warme Luft im Innenraum zu behalten und so wenig wie möglich entweichen zu lassen. Viele bedenken nicht, dass Wärmeschutz nicht nur bei der Eingangstüre ein bedeutendes Thema ist. Immerhin ist auch innerhalb des Hauses die Raumtemperatur unterschiedlich. Die Türen zu nicht oder wenig beheizten Räumen wie dem Keller oder einem Abstellraum sollte daher besonders gut dämmen. Gemessen wird die Energieeffizienz von Türen und Fenstern mit dem U-Wert. Er gibt an, welche Energie durch die Türe fließt, wenn an beiden Seiten unterschiedliche Temperaturen herrschen. Auf den Energieverbrauch zu achten lohnt sich nicht nur um Heizkosten zu senken. Die Wärmeeffizienz ist vielmehr in der Energiesparverordnung geregelt.

Innentüren mit gutem Wärmeschutz sind mit rund um die Zarge laufenden Dichtungen versehen. Außerdem senken sie sich beim Verschließen automatisch leicht ab und lassen daher kaum Luftzug durch. Außerdem dienen Innentüren zum Schallschutz. Dieser ist besonders in Schlaf- und Kinderzimmern wichtig.

Worauf beim Kauf von Innentüren zu achten ist

Jeden Raum mit derselben Türe zu verschließen ist keine gute Idee. Für das Badezimmer zum Beispiel eignen sich Modelle mit einer wasserabweisenden Beschichtung. Sie müssen außerdem besonders robust sein, um Wasserdampf standzuhalten. Bei günstigen Modellen passiert es sonst leicht, dass die oberste Schicht aufquillt. Außerdem neigen billige Innentüre dazu, sich zu verziehen. Dann lassen sie sich nicht mehr vollständig schließen oder verlieren ihre schall- und wärmedämmende Wirkung.

Innentüren gibt es nicht nur in unzähligen verschiedenen Farben und Designs, sondern auch aus unterschiedlichen Materialien. Wenn sich Kinder im gemeinsamen Haushalt befinden, eignen sich Türen mit einer kratzfesten Oberfläche am besten. Sie sind auch ideal für Katzen- und Hundebesitzer: Schließlich kann es durchaus vorkommen, dass der vierbeinige Liebling an der Oberfläche schert, wenn die Besitzer gerade nicht zu Hause sind.

Unterschiedlich sind nicht nur die Oberflächen, sondern auch das Innenleben. Bei einer Türe mit Wabeneinlage wird speziell gefaltetes Papier oder Karton verwendet. Diese Variante ist zwar recht günstig, aber wenig stabil. Bei einer Türe mit Röhrenspanstegen sind im Inneren Holzstege in einem bestimmten Abstand angebracht. Die Modelle können für wenig beanspruchte Räume verwendet werden. Robuster sind Türen mit einer Röhrenspanplatte, die für mehr Stabilität sorgt. Sie kommt unter anderem für häufig verwendete Durchgänge wie das Wohnzimmer oder den Flur in Frage. Die Königsklasse sind Türen mit einer Vollspanplatte: Sie bieten den besten Schallschutz und sind daher perfekt für das Kinderzimmer.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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