Donnerstag , 13. Dezember 2018
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Spartipps für die Heizsaison

Auf rund 880 Euro belaufen sich die durchschnittlichen Heizkosten im Jahr für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in Deutschland. Das ergab der aktuelle bundesweite Heizspiegel 2015. Damit verursacht die Raumwärme den größten Anteil an den Wohnnebenkosten. „Das Einsparpotential bei den Heizkosten ist in der Regel recht groß“, erläutert Roland Grabmair von der Initaitive WÄRME+. „Die Bewohner können insbesondere über kleine Nutzungsänderungen die Energiekosten deutlich reduzieren.“ Die Initiative WÄRME+ hat Tipps zum effizienten Heizen zusammengefasst:

Foto: WÄRME+ / AEG
Foto: WÄRME+ / AEG

1. Die Heizkörper sollten regelmäßig entlüftet werden. Höchste Zeit wird es dafür, wenn die Heizung „gluckert“ oder die Wärmeverteilung am Heizkörper ungleichmäßig ist. Mit einem Entlüftungsschlüssel können die Bewohner die Heizkörper unkompliziert selbst entlüften.

2. Die Heizkosten steigen mit der Raumtemperatur. Wer die Temperatur schon um ein Grad senkt, spart rund sechs Prozent Heizkosten ein. Als Richtwert für ein wohliges Raumklima gilt für Wohn- und Kinderzimmer eine Temperatur zwischen 20 und 22 Grad, im Bad 23 Grad und in der Küche 18 bis 20 Grad. Für Flure und Schlafzimmer ist eine Raumtemperatur von 15 bis 18 Grad ausreichend.

3. Nicht nur das Überheizen der Wohnräume kostet Energie. Sinkt die Temperatur unter 12 Grad, treibt das ebenfalls die Heizkosten in die Höhe, da es sehr lange dauert, den ausgekühlten Raum wieder aufzuheizen. Zudem besteht in Zimmern, die nicht richtig beheizt werden, eine erhöhte Gefahr der Schimmelbildung. Daher sollte die Raumtemperatur nicht unter 15 Grad fallen.

4. Türen zu wenig beheizten Räumen, etwa dem Gästezimmer, sollten außerdem immer geschlossen bleiben. Durch offene Türen zieht zwar wärmere, aber auch wesentlich feuchtere Luft aus den gut beheizten Wohnräumen in das kalte Zimmer. Kühlt die warme Luft dann ab, kann die Feuchtigkeit in die Wände ziehen und es besteht Schimmelgefahr.

5. Über nicht gedämmte Heizungsrohre kann wertvolle Wärme verloren gehen, besonders in unbeheizten Räumen, beispielsweise im Keller. Die nachträgliche Dämmung lohnt sich und kann unkompliziert selbst durchgeführt werden. Dazu werden einfach vorgefertigte SchaumstoffDämmschläuche um die Heizungsrohre herumgelegt.

6.Für eine optimale Wärmeabgabe an den Raum dürfen die Heizkörper nicht durch schwere Vorhänge oder Möbel verdeckt sein. Sonst geht die Wärme verstärkt über die Fenster verloren und die Energiekosten steigen.

7. Wer am Abend alle Rollläden und Jalousien schließt, verringert ebenfalls Wärmeverluste über die Fenster.

8. Der Einsatz moderner elektronischer Thermostatventile bringt ein Plus an Komfort und kann die Heizkosten zusätzlich senken. Sie passen sich durch Temperatur- und Zeitsteuerung den individuellen Nutzungsgewohnheiten an. So läuft die Heizung tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, auf Energiesparmodus. Rechtzeitig bevor die Bewohner wieder nach Hause kommen, sorgen die Komfortregler in jedem Raum für die gewünschte Wohlfühlwärme.

9. Eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage optimiert den Verbrauch und erhöht gleichzeitig die Lebensdauer der Anlage. Ein Fachmann reinigt dabei den Wärmetauscher und Brenner, überprüft, ob alle Verbrennungsluftwege frei sind und ob alle hydraulischen und elektrischen Teile funktionieren. Zusätzlich kann ein hydraulischer Abgleich helfen, die Betriebskosten zu senken. Hierbei werden die einzelnen Komponenten der Heizungsanlage optimal aufeinander abgestimmt, damit alle Heizkörper im Gebäude gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Bis zu 15 Prozent der Heizkosten lassen sich dadurch leicht sparen.

10. Ist die Heizung in die Jahre gekommen, sollte man außerdem mit einem professionellen Heizungscheck prüfen lassen, ob sie noch energie- und kosteneffizient arbeitet. Ein Fachmann begutachtet den Zustand der Anlage und kann mittels genauer Messungen berechnen, wie viel Energie mit einer neuen Heizung gespart werden kann. Eine Heizungsmodernisierung wird von Bund, Bundesländern, Städten und Gemeinden sowie Energieversorgern gefördert. Einen aktuellen Überblick über die unterschiedlichen Programme bietet die Förderdatenbank der Initiative WÄRME+ im Internet unter www.waerme-plus.de.

Quellennachweis: becker döring communication

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