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Gebrauchte Kaminöfen erfüllen in der Regel nicht die gesetzliche Norm

(epr) Immer up to date sein, shoppen rund um die Uhr oder den Partner fürs Leben finden – das Internet eröffnet viele Möglichkeiten und wird heute von den meisten Menschen als Bereicherung empfunden. Wo viel Licht ist, ist jedoch auch viel Schatten, und so treiben sich auf den verschiedenen Internetplattformen zahllose schwarze Schafe herum. Gerade beim Online-Kauf ist deshalb höchste Vorsicht geboten, denn nicht überall geht es seriös und professionell zu.

Ein gebrauchter Kaminofen ist ein Hingucker, aber erfüllt er auch die gesetzliche Norm? Ohne entsprechenden Nachweis dürfen Einzelraumfeuerungsanlagen in Deutschland nicht an einen Schornstein angeschlossen werden. (Foto: epr/Traumöfen)

Wer auf der Suche nach einem gebrauchten Kaminofen ist, wird am schnellsten im World Wide Web fündig. Ein Mausklick oder Fingerwisch genügt und schon werden bei ebay.de oder ebay-kleinanzeigen.de mehrere tausend Produkte angezeigt. Der Großteil davon ist nigelnagelneu, doch es gibt auch eine erstaunliche Auswahl alter Schätzchen. So verlockend die vergleichsweise niedrigen Preise sein mögen: Als potenzieller Käufer sollte man auf der Hut sein! Denn eine Untersuchung des Online-Portals sicherer-ofenkauf.de vom August 2016 hat ergeben, dass rund 80 Prozent der bei ebay.de oder ebay-kleinanzeigen.de gelisteten Einzelraumfeuerungsanlagen, kurz ERFA, nicht die gesetzliche Norm erfüllen.

Zur Erklärung: Seit Januar 2015 gilt die 2. Stufe der Bundesimmissionsschutzverordnung, die besagt, dass deutschlandweit nur noch solche Feuerungsanlagen an einen Schornstein angeschlossen werden dürfen, die bestimmte, in der BImSchV festgelegte Emissionsgrenzwerte nicht überschreiten. Ähnliche Verordnungen gelten auch in Österreich und in der Schweiz. Wer beim Online-Kauf eines gebrauchten Kaminofens auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vom Verkäufer durch einen entsprechenden Nachweis schriftlich bestätigen lassen, dass das gewünschte Modell die 2. Stufe der BImSchV erfüllt oder gleich beim Hersteller nachfragen. Hat der Ofen mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel, ist das natürlich utopisch. Über ein Prüfgutachten verfügen tatsächlich die wenigsten auf Kleinanzeigen- und Auktionsportalen gehandelten antiken Öfen. Ein solches, in gutem Glauben erworbenes Objekt kann dann nur noch als Dekorationsgegenstand genutzt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.sicherer-ofenkauf.de.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de

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