Montag , 12. April 2021
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Weil Wände nicht atmen können: Richtiges Lüften spart Energie

Richtiges Lüften gehört zum Wohnen wie das Salzen zum Kochen. Das findet Christiane Hoffmann, Regionalbetreuerin der Klimaschutz- und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Hoffmann: „Wer richtig lüftet, fühlt sich in seinem Haus automatisch wohler und spart Energie. Außerdem können so Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbefall vermieden werden.“ Dauerlüften über gekippte Fenster sei keine gute Lösung: „Das vergeudet unnötig Heizenergie und die Luft kann sich nicht ausreichend im Haus verteilen. Schlechte Luftqualität ist die Folge.“ Im dritten Teil der Serie „Wohlfühlen im Haus – Tipps zum Sparen und Selbermachen“ gibt die Expertin Tipps, wie Hausbewohner Schäden durch falsches Lüften vermeiden können.

Das hartnäckige Gerücht, dass Wände atmen können und Lüften nicht unbedingt nötig sei, sei schlichtweg falsch. Verbrauchte Luft und überschüssige Luftfeuchtigkeit könnten nur durch offene Fenster oder Lüftungsanlagen nach außen entweichen. Eigentümer von Häusern ohne Lüftungsanlage sollten deshalb mehrmals am Tag die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit öffnen. Wenn das nicht gehe, sollten sie zumindest morgens und abends jeweils einmal kräftig durchlüften und vorher die Heizkörper ausstellen. Hoffmann: „Besonders im Winterhalbjahr sollte man auch darauf achten, warme und feuchte Luft aus dem Badezimmer nicht in Räume zu führen, die kühler und trockener sind wie zum Beispiel das Schlafzimmer. Dadurch können Schäden durch Tauwasser entstehen, die in der Regel nicht von der Hausratversicherung übernommen werden.“

Kellerräume sollten besonders im Sommer nur in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden gelüftet werden. „Auch hier gilt: Nicht die warme, feuchte Luft in den kühlen, trockeneren Keller lüften. Nur wenn die Temperaturunterschiede zwischen der Außenluft und dem Keller klein sind, kann gefahrlos gelüftet werden“, so Hoffmann. Zeichen für falsches Lüften im Keller seien feuchte Böden und Wasser, das an den kalten Wasserleitungen kondensiere.

Bei einer energetischen Modernisierung können Probleme mit dem Lüften ganz einfach durch den Einbau einer Lüftungsanlage vermieden werden. Wer weitere Infos dazu sucht, wird auf der Homepage der Kampagne fündig: www.sanieren- profitieren.de/1555.html. Hauseigentümer, die über eine Sanierung nachdenken, finden dort auch Handwerker, Architekten und Energieberater, die den kostenlosen Energie- Check der Kampagne durchführen.

 

Quellennachweis: Franz-Georg Elpers / Deutsche Bundesstiftung Umwelt

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