Dienstag , 20. August 2019
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Lärmschutz durch Estrich

Mit Fließestrich kann man für einen wirksamen Trittschallschutz sorgen

(djd). Lärm ist ein ständiger Begleiter in unserem hektischen Alltag. Bekannt ist heute, dass zu viel Lärm etwa am Arbeitsplatz auf Dauer sogar krank machen kann. Umso wichtiger sind ruhige Erholungsinseln im Tagesablauf – vor allem im eigenen Zuhause. Zu ärgerlich ist es, wenn sich hier permanente Lärmbelastungen fortsetzen, ob durch die spielenden Kinder nebenan oder durch klackernde Schuhabsätze im Flur. Damit Trittschall in den eigenen vier Wänden nicht zur störenden Belastung wird, sollte bereits in der Bauphase oder bei der Sanierung auf möglichst “leise” Materialien Wert gelegt werden. Moderne Fließestriche etwa als Grundlage für die individuelle Bodengestaltung können Trittschall deutlich mindern.

Dünnerer Estrich – bessere Schalldämmung

Eine Trittschalldämmung hat das Ziel, den Estrich vom tragenden Teil des Bodens oder der Decke abzukoppeln. Die Unterschiede liegen auch hier im Detail: So weisen beispielsweise Calciumsulfat-Fließestriche im Vergleich zum konventionellen Zementestrich viele Vorteile auf. “Die hohe Festigkeit macht die Fließestriche besonders belastbar. Bei gleicher Tragfähigkeit kann er rund 20 Prozent dünner aufgebracht werden als konventionelle Materialien”, erläutert Antje Hannig vom Verband für Dämmsysteme, Mörtel und Putz e.V. Die geringe Aufbauhöhe wiederum lasse sich für eine zusätzliche Wärme- oder Trittschalldämmung nutzen: “Je dicker die Dämmplatten unter dem Estrich ausgelegt werden, umso zuverlässiger wird auch die Übertragung von Schall verhindert.” Spezielle Randdämmstreifen aus Schaumstoff können den Effekt nochmals verstärken. Sie werden an den Wänden befestigt, sodass sich der Schall über die Raumwände nicht weiter ausbreiten kann.

Einfache und zeitsparende Verarbeitung auch bei der Sanierung

Von Vorteil ist die geringe Einbauhöhe des Calciumsulfat-Fließestrichs vor allem auch bei Sanierungen im Altbau. Denn damit verkürzt sich die Einbauzeit deutlich. Während etwa Zementestrich bis zu 30 Tage benötigt, um zu trocknen und wieder belastbar zu sein, ist Fließestrich schon nach rund 24 Stunden begehbar und nach zwei Tagen teilbelastbar. Die Bodensanierung lässt sich somit deutlich schneller abschließen. Ein Grund dafür sind die charakteristischen Eigenschaften: Das Material wird flüssig in die Baustelle gepumpt und verläuft weitestgehend von selbst zu besonders planen Flächen.

Foto: djd/Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V./Lanxess

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de

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