Montag , 12. April 2021
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Worauf ist bei einer Immobilienbewertung zu achten?

Die Bewertung einer Immobilie ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ihre Lage allein reicht nicht dazu aus, den optimalen Preis zu ermitteln. Neben dem Baujahr und dem integrierten Einbauschutz können weitere Aspekte in die Immobilienbewertung einfließen. Bevor ein Objekt verkauft wird, ist es wichtig, seinen Wert richtig einzuschätzen. Trotz des Immobilienbooms ist das Eigenheim oftmals weniger wert, als es für den Eigentümer den Anschein hat. Deshalb stellt sich die Frage: Worauf ist bei einer Immobilienbewertung zu achten?


Der Hype um Immobilien führt zu gelegentlichen Fehleinschätzungen

Der aktuelle Hype auf dem Immobilienmarkt reißt viele Menschen mit sich. Die große Nachfrage und die steigenden Preise führen dazu, dass die Preisentwicklung von Immobilien überschätzt wird. Obwohl die hohe Nachfrage und die steigenden Preise sich tatsächlich auf dem Markt widerspiegeln, gelten sie für vergleichsweise wenige Regionen. Im Durchschnitt beträgt die Preissteigerung zwischen vier und sechs Prozent – eine Zahl, die deutlich unspektakulärer ist und deshalb hin und wieder ausgeblendet wird.


Verschiedene Faktoren nehmen Einfluss auf den Immobilienwert

Um einen realistischen Immobilienwert zu ermitteln, müssen unterschiedliche Faktoren in die Berechnung einfließen. Den größten Einfluss auf diesen Wert hat die Lage. Die Region sowie die lokale Umgebung entscheiden darüber, wie die Nachfrage ausfällt und wie hoch der Preis eventuell angesetzt werden kann. Dabei muss berücksichtigt werden, ob es sich um ein Stadtgebiet, einen Außenbereich oder ein Dorf handelt.

Zu den eindeutigen Kriterien zählen auch die Wohn- und Nutzfläche, die Ausrichtung und Grundstücksgröße sowie die Bauart. Obwohl jeder Bautyp seine eigenen Vorzüge vorweisen kann, weichen die Preise für Mauerwerk, Fachwerk oder Stahlbeton voneinander ab. Natürlich entscheidet auch die Art der Immobilie über den Verkehrswert. Eine Villa, eine Doppelhaushälfte oder eine Wohnung können selbst bei identischer Lage und gleicher Bauart nicht miteinander verglichen werden.


Experten achten in erster Linie auf Details

Wird eine Immobilienbewertung von einem Experten vorgenommen, werden neben den eindeutigen Kriterien weitere relevante Faktoren berücksichtigt. Die bewerteten Details entscheiden über den tatsächlichen Marktwert. Gewertet werden dabei Eigenschaften, die den Wert steigern, wie auch solche, die ihn senken. Für eine aussagekräftige Immobilienbewertung in Brandenburg lohnt es sich, auf einen Experten zu setzen.

Als positiv gewertet werden vor allem bauliche Besonderheiten, die für die Qualität einer Immobilie sprechen. Ein Neubau oder ein junges Objekt werden tendenziell gut bewertet. Auch ein Altbau kann als wertsteigernd gelten, nämlich dann, wenn die entsprechenden Sanierungen vorgenommen wurden. In beiden Fällen ist der Stil der Immobilie ein zusätzliches Bewertungskriterium. Zeitlose oder ansprechende Architektur ist grundsätzlich gefragt auf dem Immobilienmarkt. Hochwertige Außentüren und Fenster, eine hochwertige Sanitäreinrichtung und eine gute Energieeffizienz werden ebenfalls wertsteigernd beurteilt.

Durch bestimmte Eigenschaften kann eine Immobilie allerdings an Wert verlieren. Grundsätzlich sind davon Häuser betroffen, die zwischen den 50er- und den 70er-Jahren erbaut wurden. Auch eine niedrige Energieeffizienzklasse, eine unzeitgemäße Heizmethode oder die nicht mehr zeitgemäße Installation von Heizungsrohren oder Stromkabeln zeichnet sich nachteilig auf den Marktwert aus. Eine besonders individuelle Architektur kann den Verkaufspreis ebenfalls senken, wozu ungewöhnliche Fensterformen oder im Raum stehende Säulen gezählt werden können.


Gängige Fehler bei der Beurteilung der eigenen Immobilie

Immobilienexperten haben, anders als die Immobilienbesitzer selbst einen neutralen Blick, während sie ein Objekt bewerten. Deshalb kann es für die Immobilienbewertung entscheidend sein, auf einen Experten zu setzen, der einen sachlichen Blickwinkel bewahrt.

Beim Vergleich unterschiedlicher Angebote auf dem Markt suchen Hausbesitzer oftmals auf Immobilienportalen. Hier werden in derselben Region dann ein oder mehrere vergleichbare Objekte herausgesucht. Dabei wird selten berücksichtig, dass der Verkaufswert auf Immobilienportalen rund 10 bis 15 Prozent über dem tatsächlichen Wert liegt.

Ein weiteres Problem stellt der emotionale Wert der Immobilie dar. Wurden in ihr zahlreiche schöne und von Glück erfüllte Stunden verbracht, dann wird dem Eigenheim teils unbewusst ein höherer Wert zugesprochen. Obwohl auch das Gegenteil möglich ist, wird sie in vielen Fällen dennoch positiver betrachtet.

Auch die Bodenrichtwerte können nicht immer eins zu eins übernommen werden. Dabei handelt es sich um Richtwerte, die sich an einem regulären Grundstück ausrichten. Handelt es sich hingegen um eine Hanglage oder ein stark verwinkeltes Grundstück, dann sinkt der Wert deutlich.

 

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