Samstag , 15. Juni 2019
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Nachhaltigkeit beim modernen Hausbau

Am schönsten sind Häuser mit kreativen Extras, ausgefallenen Treppenkonstruktionen, hohen Räumen und modernen Materialkombis. Das moderne Traumhaus von heute vereint Funktionalität und Ästhetik in einem und sollte wenn möglich nicht nur eine kurze Mode sein, sondern auch auf Nachhaltigkeit hin ausgerichtet sein.

Hohe Räume, meterlange Glasfronten und offene Galerien im Raum – das ist für viele der Inbegriff moderner Architektur. Kombiniert werden gerne Materialien wie Beton und Glas, Metall und Naturstein und aus diesen Zutaten bauen sich moderne wie kreative Häuslebauer von heute ihr ganz persönliches Traumhaus.

Jetzt schon an später denken

Doch so agil und flexibel man heute noch ist, so kompliziert und anspruchsvoll kann man auch im Alter werden und da man sein Traumschluss schließlich nicht nur für die lebendigen Jahre zwischen 20 und 50 möchte, sondern bestenfalls bis an sein Lebensende in den eigenen vier Wänden verweilen möchte, sollte man neben allem Zeitgeist und Design auch an das gebrechliche Alter denken. Denn was heute noch alternativ und revolutionär ist, das könnte im Alter zum größten Laster werden.

Offene Räume und aufwändige Treppenkonstruktionen

Offene Räume über Etagen hinweg symbolisieren heute die Freiheit, die wir haben und so frei wie wir uns fühlen. Die Welt scheint uns offen und es gibt kein Hindernis, welches wir nicht zu überwinden vermögen. Doch dass man sich im Alter immer mehr in sichere Atmosphären sehnt, in abschließbare Ruheräume, in denen man sich geborgen und sicher fühlt und sein Stück heile Welt findet, ist schließlich auch nichts Neues. Deswegen sollte man beim Bau moderner Häuser auch stets an den späteren Umbau denken, wenn man eben einmal andere Anforderungen und Wünsche an DAS Traumhaus stellen wird. Oft sind diese Überlegungen auch Architekten nicht neu und stellen zudem meist keine großen Einschränkungen in der Planung dar. Die Statik des Hauses sollte letzten Endes lediglich so konzipiert sein, dass man nachträglich auch Decken und Wände einziehen kann, um die Räume altersgerecht umzubauen.

Das Gleiche gilt für aufwändige Treppenkonstruktionen, Podeste und Terrassenstufen. Was man mit der Fitness im Alter von vierzig Jahren noch flugs und problemlos überwinden kann, wird mit sechzig oder siebzig oft zur Gefahrenquelle Nummer ein. Wendeltreppen stellen dann die größte Gefahr im Haus da und die Bewohner werden alles vermeiden, um ständig von einer Ebene in die andere zu müssen. Deswegen sollte man auch hier ein bisschen vorausschauend planen und beispielsweise die Treppe so gestalten, um auch in dreißig Jahren noch Treppenlifte einbauen zu können, die die kostbaren Kräfte im Alter schonen und die Bewohner sicher vom Erd- ins Obergeschoß transportieren.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer von Bauen-Wohnen-Aktuell.de und schreibt über die Baubranche, Baumessen, Erneuerbare Energien beim Hausbau, Modernisierung und stellte gerne Innovationstreiber im Portrait vor. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@bauen-wohnen-aktuell.de in der Redaktion erreichbar.

2 comments

  1. Guter Artikel, so schön Wendeltreppen auch aussehen, ein späterer Einbau eines Treppenlifs dürfte nicht ohne kostspielige Korrekturen machbar sein.

  2. Offene Räume über Etagen hinweg und auch offene Treppenkonstruktionen sind mit Sicherheit optische Highlight, aber man darf auch nicht vergessen, dass die Heizkosten im Winter steigen könnten, weil es länger dauert, bis die Wärme ankommt.

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