Montag , 27. Juni 2022
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Renovierungen von A bis Z planen – auch die richtige Verkabelung gehört dazu

Wer sein Zuhause renovieren und sanieren will, der benötigt einen Plan, nach dem man ganz systematisch vorgehen und einen Bauabschnitt nach dem nächsten mit Erfolg durchführen kann. Unzählige Dinge sind dabei enorm wichtig und sollten im Vorfeld reiflich geplant und strukturiert angegangen werden. Dazu gehört unter anderem auch die Planung der Elektrik. Wo sie angebracht wird und in welchem Rahmen, was extrem wichtig ist und was nicht fehlen darf.

So können zu wenig Deckenauslässe, oder Steckdosen und ungenügender Überspannungsschutz beispielsweise richtig ernstzunehmende Fehler bei der Elektroplanung ausmachen und später nicht nur nerven, sondern auch zur echten Brandgefahr mutieren. Steht der Grundriss des Neubauprojekts, sollten sich Bauherren deshalb intensiv und ausgiebig der Elektroinstallation widmen. Liegt der Elektrokreis einmal unter Putz, sind die Nutzungsmöglichkeiten der jeweiligen Elektrogeräte im Haushalt selbst meist über Jahre festgelegt.

Wo sollen die Kabelkanäle verlegt werden?

Die große Frage zum Thema Elektrizität stellt sich immer gleich: Wo sollen die jeweiligen Kabelkanäle verlegt werden und wo die Anschlussdosen/Unterputz und Co.? Denn dies ist und bleibt wohl die mit wichtigste Frage, die es zu beantworten gilt. Und zwar von A bis Z, denn einmal angebracht und einmal verlegt und verputzt, gibt es in der Regel kein zurück mehr. Wer sich im Vorfeld ein Konzept erstellt, dass sich ganz speziell auf die Elektrik im Haus fokussiert, kann man am Ende ein sehr positives Ergebnis erzielen.

Auch das Equipment generell spielt dabei eine wesentliche Rolle. Denn heutzutage gibt es eine Menge moderner Hilfsmittel, wie beispielsweise auch kleine Dinge, die in diesem Segment Großes bewirken. Beispielsweise diese Putzdeckel mit Außenwölbung, die sich einfach anbringen lassen und durch ihre spezielle Formung äußerst hilfreich sein können. Aber auch der digitale Grundriss des Hauses ist ein wichtiges Element, um die jeweiligen Anschlüsse einzeichnen zu können und eben auch noch in diesen „Probefahrten“ mit dem Mausklick noch nach Belieben verändern zu können.

Manueller Grundriss – gefährlich und ungenau zugleich

Bei der Renovierung oder Sanierung des Eigenheims sollte auch die Planung der Elektrik nicht fehlen.
Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Sehr schnell kann ein manuell angefertigter Grundriss sehr ungenau werden und auch sehr unübersichtlich. Dann nämlich, wenn etwa Mehrfachsteckdosen oder übereinander liegende Dosen eingezeichnet werden und Ähnliches. Im jeweiligen Konzept und Plan müssen einige wichtige Eckdaten und Fakten vorhanden sein. Dazu gehören alle Wände, Durchgänge zu den jeweiligen Zimmern und Räumen, auch Abstellraum oder der zukünftig geplante, begehbare Schrank, oder auch im Kellerraum. Ebenso auch die Bereicher der Fenster. Am besten wäre es auch und am einfachsten, wenn man schon dann die gesamte Bad- und Kücheneinrichtung einplanen kann.

Auch die jeweiligen Öffnungsrichtungen aller Türen sind entscheidend für die Planung und eben auch die angedachten Elektrogeräte und Einrichtungsgegenstände, die den Stromkreis benötigen. Die Musikanlage, wo steht das TV, oder auch die Abzugshaube, der E-Herd, die Küchenbeleuchtung im Einzelnen, oder auch der Telefonanschluss. Für diese und andere Fälle, sollten die Anschlüsse also gut und reiflich überlegt und detailliert eingeplant werden. Ebenso das jeweilige, individuelle Nutzungsverhalten zuhause sollte mit den Bedürfnissen abgestimmt sein. Was genau soll im neuen Zuhause anders sein? Was findet man besonders nützlich und interessant? Auch beim Neubauprojekt sollte man immer wieder mehrmals gedanklich Raum für Raum durchgehen, um alle Lichtschalter richtig zu platzieren. An Treppen oder in kleinen Räumen wie dem Gäste-WC oder der Abstellkammer sind Bewegungsmelder im Übrigen nie verkehrt und sollten ruhig üppig eingeplant werden.

Steckdosen – es kann nie genug geben

Bei der Planung für die ganzen Steckdosen gilt grundsätzlich: So viele wie möglich unterzubringen. Es kann nie genug geben. Am besten also möglichst in jeder Raumecke mehrere Steckdosen einplanen. Auch daran denken, welche Küchen- und sonstigen elektrischen Geräte wo genau zum Einsatz kommen sollen. Insbesondere in der Küche sollte man keinesfalls an Steckdosen überall sparen. Denn am Ende dann doch auf Mehrfachsteckdosen zurückgreifen zu müssen, ist unschön und ärgerlich, wie unnötig. Und: Diese sind zudem ein meist völlig unterschätzter Brandherd, denn sind zu viele Geräte an der Mehrfachsteckdose angeschlossen, kann es zu totalen Überlastungen kommen. Und: In der Küche hört die Planung nicht auf und geht flächendeckend weiter im ganzen Haus und jeden Raum. Wie sieht es mit der Weihnachtsbeleuchtung aus oder dem Weihnachtsbaumanschluss aus? Tipp: Einfach neben die beleuchteten Fenster oben am Rollokasten eine Steckdose anbringen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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