Dienstag , 15. Oktober 2019
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Vorausschauend planen: Warum sich Wärmepumpen lohnen

Bei der Wahl des Heizsystems sollten Bauherren nicht nur auf die Anschaffungskosten achten, sondern auch auf gesetzliche Verschärfungen und Preisentwicklungen fossiler Energieträger.

(tdx) Bei den Planungen rund um den Hausbau nimmt die Frage nach dem passenden Heizsystem eine zentrale Rolle ein. Der erste Blick richtet sich meist auf die Anschaffungs- und Betriebskosten. Da die Systeme jahrzehntelang im Einsatz sind, sind Energieeffizienz und künftige Energiekosten zu beachten. Dabei sollten Heizungsanlagen möglichst wenig fossile Energie verbrauchen und gesetzliche Anforderungen auch noch in vielen Jahren erfüllen können. Auch ein Blick auf die Fördermöglichkeiten – ob staatlich oder durch die Hersteller – kann sich lohnen.

Wärme aus der Natur: Wärmepumpen nutzen die Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder wie hier der Außenluft zum Heizen. Nur etwa ein Viertel muss in Form von Strom zugeführt werden. Bild: tdx/Bundesverband Wärmepumpe (BWP)
Wärme aus der Natur: Wärmepumpen nutzen die Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder wie hier der Außenluft zum Heizen. Nur etwa ein Viertel muss in Form von Strom zugeführt werden. Bild: tdx/Bundesverband Wärmepumpe (BWP)

Eine Wärmepumpe macht sich sofort und langfristig bezahlt

Auch wenn derzeit die Preise für Heizöl und Gas niedrig sind, dürfte die weitere Preisentwicklung der fossilen Brennstoffe nur nach oben gehen. Auch politisch sind die Weichen gestellt: Der Paukenschlag der Pariser Klimakonferenz wird nicht so schnell verhallen, auch eine Industrienation wie Deutschland möchte spätestens 2050 auf Öl, Gas und Kohle verzichten. Als Ersatz soll CO2-freier Strom dienen – dieser soll Autos antreiben und gut gedämmte Gebäude beheizen. Wissenschaftliche Untersuchungen sehen deshalb Wärmepumpen als die zukünftig dominierenden Heizungen. Als Energieträger dient Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft sowie Strom als Antriebsenergie. Schon heute stammt jede dritte Kilowattstunde aus Erneuerbaren Energien, weshalb Wärmepumpen im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen weniger klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen. Darüber hinaus ist die Wahl der Heiztechnik ein entscheidender Faktor für die energetische Betrachtung des gesamten Hauses. Auch hier wird eine Wärmepumpe besonders positiv bewertet. In der Folge sinkt der berechnete Primärenergiebedarf und auf übermäßige Dämmungen kann verzichtet werden.

Attraktive Förderprogramme

Die Entscheidung für eine Wärmepumpe wird durch verschiedene Fördermöglichkeiten unterstützt. Besonders attraktiv sind derzeit die Angebote des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Aus dem Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien stehen Zuschüsse für Neubauten zur Verfügung, wenn die Wärmepumpe mit einer Kilowattstunde Strom mindestens 4,5 Kilowattstunden nutzbare Heizenergie erzeugt. Auch die Modernisierung des Heizsystems wird gefördert: Beim Austausch eines Öl- oder Gaskessels gegen eine effiziente Luft/Wasser-Wärmepumpe und Optimierung des Heizsystems erhält der Sanierer 3.000 Euro. Wird stattdessen eine erdgekoppelte Anlage mit Flächenkollektor installiert, erhalten Modernisierer 8.400 Euro und mit Erdsonde sogar 9.300 Euro.

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