Montag , 26. September 2022
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Sonnen- und Sichtschutz für das Eigenheim

Während der immer häufiger werdenden Trocken- und Hitzeperioden in der warmen Jahreszeit leiden viele Menschen: Nicht nur in südseitig ausgerichteten Wohn- und Arbeitsräumen heizt sich die Luft unangenehm auf. Dass es immer wärmer wird, ist weit mehr als subjektives Empfinden. Laut Aufzeichnungen der Meteorologen ist die Durchschnittstemperatur in Deutschland seit 1881 um 1,5 Grad gestiegen. Das ist mit ein Grund, warum immer mehr über den Kauf einer Klimaanlage für die eigenen vier Wände nachdenken. Doch gerade in Zeiten wo der Klimaschutz vielen ein Anliegen ist, sind andere Maßnahmen zum Sonnenschutz zu bevorzugen. Immerhin verbrauchen Klimaanlagen viel Energie und tragen somit nachhaltig zu mehr CO2 Emissionen bei. Als Alternative bieten sich Jalousien und Rollläden an.


Der Klassiker: Die Innenjalousie für den Sonnenschutz

Viele Wohnungen werden heute mit Innenjalousien vermietet oder verkauft. Sie gehören somit zur Grundausstattung dazu. Sie dienen schon seit Jahrzehnten als Basisschutz gegen die Sonneneinstrahlung und gelten heute noch als gängigste Art der Beschattung. In der einfachsten Variante halten dünne Plastikseile die Lamellen in der richtigen Position und die Modelle werden mittels eines kleinen Drehhebels und einer Schnur bedient. Die Vorteile von Innenjalousien sind folgende:

  • Mit Innenjalousien können Wohnungen und Häuser auch gut nachträglich ausgestattet werden. Dafür sind keine baulichen Veränderungen möglich. Die Montage kann mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst erfolgen.
  • Innenjalousien sind einfach zu bedienen. Die Lamellen lassen sich dem Einfallwinkel der Sonne anpassen.
  • Hochwertige Modelle sind mit einer reflektierenden Schicht ausgestattet. Diese beschichtete Oberfläche sorgt dafür, dass ein hoher Wärmeanteil erst gar nicht in den Wohnraum eindringt
  • Verglichen mit anderen Varianten der Beschattung ist die Innenjalousie relativ günstig.
  • Ein großer Vorteil ist außerdem, dass man das Fenster ganz normal öffnen oder kippen kann.

In Räumen, die mit Innenjalousien ausgestattet sind, steigt die Temperatur dennoch stärker an als in Zimmern mit anderen Beschattungsmodellen. Denn immerhin durchdringt der Sonnenstrahl bei dieser Variante durch die Fensterscheibe und prallt dann erst an den Lamellen auf. Wer sich für eine Innenjalousie interessiert, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Farben und Ausführungen. Bei elabona finden Kunden viele Modelle samt aussagekräftiger Fotos und wichtigen technischen Details.

Rollläden bieten nicht nur Sonnenschutz

Foto: pixabay.com

Rollläden werden in der Regel außen montiert und so gelangen –Sonnenstrahlen – sofern Rollläden geschlossen sind – gar nicht erst auf die Fensterscheibe. Somit reflektieren sie die Sonne schon bevor sie den Innenraum erwärmt. Am besten werden Rollläden morgens geschlossen, wenn man sich auf den Weg zur Arbeit macht. Am Abend kehr man dann in ein wohltemperiertes Haus zurück. Was viele nicht wissen ist, dass Rollläden nicht nur Sonnenschutz sind, sondern auch im Winter einen optimalen Wärmeschutz bieten. Sie wirken wie eine zusätzliche Isolierung und helfen dabei, warme Heizluft im Raum zu belassen. Die Zahlen sprechen für sich: Bei Fenstern mit Isolierglas lässt sich der Wärmeverlust bei geschlossenen Läden um 80 Prozent senken, bei Wärmeschutzglas sind es immerhin noch 35 Prozent.

Immer die Rollläden zu schließen, damit das Raumklima ideal bleibt erscheint manchen als mühsam. Doch genau hier kommt smartes Wohnen ins Spiel: Sind die Rollläden in das Smart Home eingebunden, können Bewohner sie auch von unterwegs ansteuern. So ist es möglich, Sommer wie Winter über das Smartphone zu steuern, selbst wenn man sich gerade nicht zu Hause befindet. Es gibt jedoch auch Modelle mit eingebauten Lichtsensoren. Sie schließen die Rollläden bei Sonneneinstrahlung automatisch. Rollläden, die an der Fassade angebracht sind, erfüllen jedoch auch einen weiteren Zweck: Sie dienen als Abschreckung für Einbrecher. Immerhin steigen viele Kriminelle über die Fenster ein: Sind jedoch Rollläden angebracht und geschlossen, stellen sie ein zusätzliches Hindernis dar. Einer der Nachteile von Rollläden ist die verhältnismäßig schwierige Montage: Es sind bauliche Veränderungen an der Fassade nötig, da Löcher gebohrt werden müssen. Sind sie elektrisch betrieben, ist außerdem eine Stromquelle notwendig.

Alternativen zu Rollläden und Jalousien

Besonders für große Fensterfronten bieten sich Lamellenvorhänge an. Sie sind ähnlich wie Innenjalousien leicht zu montieren und lassen sich auch nachträglich anbringen. Der Streifenvorhang sorgt in privaten Häusern und Wohnungen ebenso wie in Büros für eine behagliche Atmosphäre. Zur Auswahl stehen viele verschiedene Farben vom schlichten Grau über Sonnengelb bis hin zu knalligen Tönen. Mittlerweile gibt es Lamellen nicht nur aus Stoff, sondern auch aus leichtem Aluminium. Bei diesen Modellen lassen sich die Streifen um 180 Grad drehen und somit ideal an die Sonneneinstrahlung anpassen.

Eine weitere Möglichkeit der Beschattung sind Rollos: Sie sehen wie Gardinen aus und sind sehr bedienungsfreundlich. Für den Arbeitsplatz oder die Küche sind halbtransparente Rollos beliebt: Sie verhindern das Blenden durch die Sonneneinstrahlung, lassen jedoch genügend Licht durch. Egal ob in sanftem creme oder in bunten Farben, Rollos sind außerdem wahre Hingucker. Ein weiterer Vorteil von Rollos ist, dass sie sogar an schräge Dachfenster montiert werden können.

Die Auswahl an Beschattungsmöglichkeiten für die eigenen vier Wände ist also groß: Für welche Variante sich Haus- und Wohnungsbesitzer entscheiden hängt unter anderem vom Budget, dem individuellen Geschmack und der Ausrichtung der Wohnräume ab.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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