Mittwoch , 25. November 2020
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Dämmlecks auf dem Dach können zum Problem werden

Wenn an einzelnen Stellen der Dachfläche die Schneeschicht taut, tritt Warmluft aus. Die Folge ist ein höherer Energieverbrauch und Schimmelgefahr.

(tdx) Schnee auf der Dachschräge ist ein hervorragender Indikator für die Dichtigkeit des oberen Hausabschlusses. Eine einheitliche weiße Fläche signalisiert: alles bestens. Taut es jedoch an einzelnen Stelle ab, während die restliche Schräge bedeckt bleibt, so kann die Dämmung dort mangelhaft sein. Wärme dringt hier vom Hausinneren nach außen. Laut Experten von homesoloute.com können die Folgen gravierend sein: steigende Heizkosten, weniger Wohnkomfort sowie ein steigendes Schimmelrisiko.

Eine ordentliche Dach-Dämmung spart Energiekosten und Schimmelbildung
Dämmlecks werden bei Schnee auf dem Dach deutlich sichtbar. Bild: tdx/homesolute.com

Bei Temperaturen über Null Grad verwandeln sich Eiskristalle in Wasser. An Stellen auf dem Hausdach, wo aus den Wohnräumen Wärme austritt, ist diese Taugrenze schnell erreicht. Vom Boden aus sind die abgetauten Bereiche zu erkennen: Die dunkle Eindeckung und die rundum weißen Fläche bilden einen deutlichen Kontrast.

Viele Hausbesitzer tun solche Stellen auf dem Dach als optisches Problem ab. Doch die Experten von homesolute.com warnen vor einer Verharmlosung. Solche Energielecks zeigen zuverlässig, wo Dämmung sowie Luftdichtheit mangelhaft sind. Diese Stellen liegen häufig an der Kante oder am Schornsteinrand. Besonders anfällig sind Dachfenster: Diese verglasten Flächen haben eigentlich dieselbe Aufgabe wie das Dach, sollen also genauso gut dämmen. Doch immer wieder taut der Schnee seitlich oder oberhalb der Fenster schneller ab, weil die Handwerker die Übergänge zwischen Fenster und Dachschräge nicht luftdicht ausgeführt haben. Selten fehlen Luft- und Dampfsperrfolie ganz. Betroffen sind nicht nur Altbauten sondern auch gerade fertig gestellte Gebäude.

Undichte Anschlüsse setzen der erwärmten Wohnraumluft, die ja bekanntlich nach oben strömt, nichts entgegen: Sie gelangt ungehindert erst in die Dachkonstruktion und dann nach draußen.

Die Folge sind massive Wärmeverluste, die die Heizkosten um gut ein Drittel nach oben treiben können. Zudem kann es zu unangenehmen Zugerscheinungen kommen. Es besteht überdies die Gefahr, dass sich Tauwasser in der Dachkonstruktion niederschlägt. Wird die restliche Dämmung feucht, ist ihre Wirkung dahin. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Schimmelrisiko.

Deshalb empfehlen die homesolute.com-Experten, die entdeckten Lecks möglichst bald zu schließen. Hier sollte der Laie auf das Know-How von Fachleuten vertrauen. Mit Wärmebildkameras können die Energielecks heute sehr genau bestimmt werden.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Bauen-Wohnen-Aktuell.de an. Sie schreibt als Journalistin über Hausbau, Inneneinrichtung, Energiesparen, Gartengestaltung, Pflanzen und Haustiere, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]

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